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Halten Fertighäuser, was sie versprechen?
Der Bau des eigenen Hauses ist teuer. Deshalb boomen Fertighäuser, denn sie versprechen Planbarkeit und Tempo - am besten noch mit Festpreis. Doch wie günstig und kalkulierbar ist das wirklich?
Das Prinzip klingt simpel: Wände, Decken und Dachelemente werden in einem Werk vorproduziert, auf Lkw geladen, zur Baustelle gebracht und dort in wenigen Tagen zum Rohbau montiert. So steht, dank Fertigbauweise, innerhalb weniger Tage das Eigenheim.
Es klingt wie das perfekte Rundum-Sorglos-Paket - und ist dementsprechend beliebt: 2025 war jedes vierte neue Ein- oder Zweifamilienhaus in Deutschland ein Fertighaus.
So wie das neue Eigenheim von Achim und Alexandra. Ursprünglich wollten sie massiv und mit freiem Architekten bauen, merkten aber schnell, dass es deutlich teurer werden würde als die erste Kalkulation vermuten ließ. Deshalb entschieden sie sich schließlich für ein Fertighaus - vor allem wegen der Planbarkeit, Energieeffizienz und einer klaren Preisstruktur.
Trotzdem war die Entscheidung nicht leicht, das Paar hat zahlreiche Anbieter verglichen. Zweieinhalb Jahre sind seit dem Kauf des Grundstücks mittlerweile vergangen. "Es nützt ja nichts, wenn ein Unternehmen in der Gesamtkalkulation zwar 10.000 Euro günstiger ist, man am Ende aber noch 25.000 Euro für eine Photovoltaikanlage zahlen muss", sagt Achim.
Nur wenige Tage braucht die Montage des Rohbaus, je nach Hausgröße; zunächst wird dann erstmal das Dach aufgesetzt. Das hat den Vorteil, dass das Haus geschlossen und somit wetterfest ist. Relativ schnell kann dann der Innenausbau weitergehen.
Auch dafür musste das Paar aber schon unzählige Entscheidungen treffen: jede Steckdose, jede Treppenstufe, jede Fliese wurde vorher festgelegt. Fertig heißt also nicht, dass überall das Gleiche drinsteckt. Was der Hersteller am Ende liefert, ist trotzdem sehr individuell.
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Beim Fertighaus-Anbieter Schwörer Haus entstehen jedes Jahr rund 800 bis 1.000 solcher Fertighäuser. Hier werden Außen- und Innenwände, Decken- und Dachelemente bereits im Werk gefertigt, um Materialverbrauch zu reduzieren und die Preise so geringer zu halten.
Das hat laut dem Bausachverständigen Tobias Beuler den Vorteil, dass auch im Winter gebaut werden kann, Wetterpausen wie im Massivbau entfallen weitgehend. Für Familien, die noch Miete zahlen und möglichst schnell einziehen möchten, kann das bares Geld wert sein: "Wenn ich aber drei bis vier Monate schneller reinkomme, dann spare ich drei- oder viermal Miete."