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Schlechter Schlaf der Mutter beeinflusst das Gewicht des Babys
Schlechter Schlaf in der späten Schwangerschaft könnte mit der frühen Gewichtsentwicklung des Kindes zusammenhängen: In einer US-Kohorte waren die Kinder zunächst leichter, nahmen danach aber schneller zu und wogen zwischen dem ersten und zweiten Geburtstag mehr. Die Beobachtungsstudie belegt jedoch nicht, dass Schlafprobleme diese Unterschiede verursachen.
St. Louis (U.S.A.). Schlafprobleme sind in der Schwangerschaft häufig und werden dennoch oft übersehen. Zugleich gilt eine schnelle Gewichtszunahme im Säuglingsalter als möglicher Risikofaktor für spätere Adipositas. Ob die Schlafqualität der Mutter bereits mit der Gewichtsentwicklung in den ersten beiden Lebensjahren zusammenhängt, war für hispanische Bevölkerungsgruppen in den USA bislang nur wenig untersucht.
Dazu hat ein Forschungsteam Daten von 645 Mutter-Kind-Paaren aus der prospektiven MADRES-Kohorte in Los Angeles ausgewertet. Die Frauen bewerteten ihre Schlafqualität in der späten Schwangerschaft mit der Jenkins Sleep Scale, die von 0 bis 20 Punkten reicht und bei höheren Werten stärkere Schlafstörungen anzeigt. Gewicht und Länge der Kinder stammten aus Krankenakten oder wurden bei Nachuntersuchungen von der Geburt bis zum zweiten Geburtstag gemessen. Für die Gewichtskurven nutzten die Forscher flexible statistische Modelle, die auch nichtlineare Verläufe erfassen können.
Die Auswertung zeigte eine auffällige Verschiebung über die Zeit. Kinder von Müttern mit schlechter Schlafqualität, definiert als Werte ab dem 75. Perzentil der Skala, wogen in den ersten sechs Monaten weniger. Danach nahmen sie stärker zu und waren zwischen dem ersten und zweiten Geburtstag im Mittel schwerer als Kinder, deren Mütter am 25. Perzentil der Skala lagen.
Für die konkrete Größenordnung verglich das Modell besonders hohe Belastung am 90. Perzentil mit dem 25. Perzentil. Im Alter von einem Jahr betrug der Gewichtsunterschied 346,7 Gramm, das 95-Prozent-Konfidenzintervall reichte von 102,3 bis 591,1 Gramm. Am größten war die Differenz mit 751,5 Gramm im Alter von 17 Monaten, bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 432,0 bis 1.070,9 Gramm.
„Schlechter Schlaf in der Schwangerschaft ist häufig und wird oft übersehen, und unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass seine Erfassung in der routinemäßigen Schwangerschaftsvorsorge ein einfacher und wirkungsvoller Schritt hin zu einem gesünderen Wachstum der nächsten Generation sein könnte“, sagt Erstautorin Xiaoran Yang von der Keck School of Medicine der University of Southern California (USC).
Die Zusammenhänge unterschieden sich außerdem deutlich nach Geschlecht und danach, ob die Kinder zu früh oder zum Termin geboren worden waren. In der offiziellen Verlagsmitteilung werden die Muster bei Jungen und bei termingeborenen Kindern als besonders ausgeprägt beschrieben. Unterschiede bei der Ernährung der Kinder erklärten den Zusammenhang dagegen nicht.
Das bedeutet nicht, dass schlechter Schlaf der Mutter die Gewichtsentwicklung verursacht hat. Die Untersuchung war beobachtend und erfasste die Schlafqualität per Selbstauskunft. Zudem endete die Nachbeobachtung mit dem zweiten Lebensjahr, sodass die Studie weder spätere Adipositas diagnostizierte noch zeigen konnte, ob die beobachtete Gewichtskurve langfristig bestehen bleibt.
Wie ein solcher Zusammenhang biologisch zustande kommen könnte, wurde in der Studie nicht direkt getestet. Diskutiert werden Veränderungen der Stoffwechselprogrammierung, der Fettverteilung bei Neugeborenen, von Entzündungsprozessen und von Stresswegen. Diese Erklärungen bleiben Hypothesen, die durch weitere Untersuchungen geprüft werden müssen.
„Unsere Forschung stützt die Vorstellung, dass Einflüsse während kritischer Entwicklungsfenster der Schwangerschaft die Gesundheit der Nachkommen programmieren können. Mehrere biologische Mechanismen könnten die Schlafgesundheit in der späten Schwangerschaft mit den Gewichtskurven der Kinder verbinden. Schlechter Schlaf könnte zum Beispiel die Stoffwechselprogrammierung de