// HEISE ONLINE — HARDWARE & GADGET
Discord ist ab sofort auf Meta Quest verfügbar
Meta bringt die beliebte Kommunikations-App Discord mit allen wichtigen Funktionen auf Quest-Headsets. Noch läuft aber nicht alles rund.
Discord läuft jetzt auch ohne Browser-Umweg auf Meta Quest-Headsets.
This article is also available in
English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Bisher mussten Meta-Quest-Besitzer Discord umständlich im Browser der VR-Brille ansteuern, wenn sie mit Freunden auf dem PC oder der Konsole sprechen wollten. Damit ist nun Schluss, denn ab sofort gibt es die Gaming-Kommunikationsplattform als native App im Horizon Store. Da die App im Hintergrund weiterläuft, kann sie auch als Alternative für den nativen Quest-Chat während Online-VR-Spielen als Gruppenchat genutzt werden. Zudem sind sämtliche Discord-Kontakte von der VR-Brille aus erreichbar, egal ob diese einen PC, Smartphone, PlayStation 5 oder Xbox Series X/S nutzen.
Neben dem klassischen Chat bietet die Quest-Version auch ein bekanntes Feature, das gut zur Plattform passt: Nutzer können Gameplay-Streams anderer Discord-Mitglieder direkt auf der großen virtuellen Leinwand im Headset verfolgen. Das geschieht in einer eigens angepassten räumlichen Darstellung. Umgekehrt lässt sich auch das eigene VR-Erlebnis streamen oder als Foto und Video teilen.
Jeden zweiten Montag, liefern wir Ihnen die wichtigsten Entwicklungen der XR-Branche. Damit Sie alles im Blick behalten.
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Als Willkommensbonus verteilt Discord einen kostenlosen Monat des Premium-Abos Nitro, das normalerweise knapp 10 Euro monatlich kostet. Voraussetzung: Download und Login müssen zwischen dem 30. Juni und dem 30. September 2026 erfolgen. Discord gibt den Code außerdem nur an Neukunden aus. Das Abo schaltet unter anderem HD-Streaming und größere Datei-Uploads frei.
Die Bedienoberfläche ist identisch mit der auf PC oder Smartphone und lässt sich per Handtracking oder VR-Controller problemlos bedienen. Während das Sprechen ganz einfach über das eingebaute Headset-Mikrofon funktioniert, wird es bei der Texteingabe etwas holpriger. Wer keine Bluetooth-Tastatur mit der Quest verbinden möchte, ist auf die umständliche virtuelle Tastatur des Headsets angewiesen.
Ganz rund läuft Discord allerdings bisher nicht auf der Meta Quest und sorgt vor allem mit Abstürzen für Frust. Die App schließt sich alle paar Minuten ohne ersichtlichen Grund. Auch das Teilen des Bildschirms läuft nicht stabil und bricht häufig ab. Die derzeit mehr als 200 durchwachsenen Bewertungen im Horizon Store bestätigen, dass dies kein Einzelfall ist. Die Discord-App liegt aktuell auf einem Schnitt von 3,2 Sternen und wird vor allem für ihre Instabilität kritisiert. Etwas Nacharbeit seitens der Entwickler ist also noch nötig.