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Logitech G Pro X2 Rapid im Test: Die graue Maus neben der Superstrike
Die neue G Pro X2 Rapid ist „die ultimative Tastatur für maximale Leistung“, sagt Logitech. Neben dem innovativen Pro-Gaming-Nager G Pro X2/X3 Superstrike (Test) bleibt die analoge Tastatur aber eine graue Maus. Daran ändert auch ein OLED-Display nichts. Der Test klärt, wann man sie kaufen sollte.
Der Pro-Gaming-Nager G Pro X3 Superstrike (Test) bekommt mit der Tastatur Logitech G X2 Rapid eine graue Begleitmaus an die Seite gestellt. Die erweist sich als hinreichendes Arbeitstier, setzt aber keine Akzente. Sollte sie – wie für Logitech typisch – deutlich im Preis fallen, darf man sie dennoch in Erwägung ziehen. Alle Details im Test.
Die Pro X2 ist im Kern eine Tenkeyless-Tastatur. Zusätzlich zum Nummernblock entfallen drei Funktionstasten, um Platz für ihr Showcase-Feature zu schaffen: ein OLED-Bildschirm samt Bedienelementen zur Konfiguration der Tastatur. Rechtsseitig aktiviert ein Schiebeschalter den frei konfigurierbaren Spiele-Modus, der ausgewählte Tasten deaktiviert.
Ansonsten aber geht die Pro X2 „back to basics“. Es gibt:
Das ist alles? 2026 liegt bei der X2 Rapid offensichtlich der Fokus auf Qualität wieder im Trend. Das klingt gut. Für eine Preisempfehlung von rund 230 Euro (im Vorfeld hatte Logitech sogar 250 Euro genannt) muss das aber schon ein überzeugend überragendes Paket ergeben.
Taster lässt Logitech bei Gateron fertigen, allerdings in einer „Custom-Version“ der KS-20, die sich durch ihre einzigartige Farbkombination zu erkennen gibt. Stempel werden bei KS-20 an zwei Schienen fixiert und, wie mittlerweile die meisten höherwertigen Taster, für einen tieferen, „thocky“-Klang aus POM gefertigt. Der Boden der Taster bleibt allerdings offen – hier sind andere Hersteller schon einen akustischen Schritt weiter.
Der Widerstand der Taster liegt bei 30 Gramm. Sie sind dabei leichtgängig und gleichzeitig noch gut kontrollierbar. Das ergibt Sinn, um den Signalpunkt auch im gesamten Spektrum nutzen zu können, es sichert zudem Alltagstauglichkeit. Geringes Spiel im Stempel und geschmeidiges Eingleiten sorgen für einen exzellenten Eindruck.
Technisch bieten die Taster das, was Logitech sonst auch bei analogen Tastern anbietet: Der Signalpunkt liegt zwischen 0,2 und 4 Millimetern, dazu dürfen Tasten mit zwei Auslösepunkten doppelt belegt werden. Rapid Trigger, also ein dynamisches Auslösen, und die Shooter-Ausweichhilfe, hier „Key Priority“ genannt, sind ebenfalls an Bord. Unterscheiden zwischen Antippen und Drücken kann auch die Pro X2 nicht.
Klar lesbare, helle Buchstaben sorgen dafür, dass die Beleuchtung bei dieser Tastatur nicht nur Gimmick bleibt. Das hebt die Pro X2 von günstigeren Tastaturen ab – Logitech kann nicht länger, aber heller leuchten. Die LEDs wollen allerdings genutzt werden: Lichtlos wird die Beschriftung komplett unsichtbar. Zusatzfunktionen notiert Logitech auf der Vorderseite der entsprechenden Tasten. Der dergestalt dezente Vermerk ist bei Änderung der FN-Ebene praktisch. Im Dunkeln lassen sich die Funktionen dafür kaum noch erkennen.
Das Kunststoff-Gehäuse legt eine Sparkur auch beim Klang nahe. Tatsächlich schafft es die Tastatur aber mit Hilfe von sechs Materialschichten, darunter aus Poron und IXPE, eine gelungene Interpretation von „Gaming-Akustik“ zu produzieren, die sich hören lassen kann – weil ihr auch Alltag gelingt.