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Kasachischer Präsident beim Kanzler: Öl, Rohstoffe und Putin
Mehr Öl aus Kasachstan - beim Besuch von Präsident Tokajew in Berlin betonte Kanzler Merz das deutsche Interesse. Generell soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit enger werden. Auch der russische Angriffskrieg war Thema.
Am Ende seiner außergewöhnlich langen Rede blickt der kasachische Präsident entschuldigend zum Kanzler. Er hat für eine Pressekonferenz sehr ausführlich zurückgeblickt auf die diplomatischen Beziehungen beider Länder, die in diesen Tagen ihr 35-jähriges Jubiläum feiern. Es sei nicht immer einfach gewesen. Aber beide Seiten hätten viel daraus gemacht.
Ausgeschöpft sei das Potential aber noch nicht, betont Kassym-Schomart Tokajew. Ein Punkt, in dem sich Präsident und Kanzler einig sind. Vor allem, wenn es um wirtschaftliche Belange geht. "Wir sind sehr daran interessiert aus Kasachstan zum Beispiel Öl geliefert zu bekommen als Ersatz für das Öl, das wir aus Russland nicht mehr beziehen", sagt Friedrich Merz.
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Schon jetzt gehört Kasachstan zu den wichtigsten Öllieferanten Deutschlands. Präsident Tokajew kann sich vorstellen, die Liefermenge weiter zu steigern. Auch eine Rohstoff-Partnerschaft bringt er ins Spiel. Denn das riesige zentralasiatische Land verfügt über strategisch wichtige Rohstoffe wie Seltene Erden, die man für Batterien braucht.
Was ihm vorschwebt ist allerdings keine reine Ein- und Ausfuhr von Waren, sondern eine echte Kooperation: gemeinsame Produktions- und Lieferketten.
Beide Seiten haben eine Road Map vereinbart. Sie wollen in den kommenden Jahren die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Zum Beispiel, erklärt Kanzler Merz, mit Blick auf die Anerkennung von Standards. "Wir haben uns auch auf die Förderung gemeinsamer Analysen für unsere Lieferketten geeinigt. Wir wollen uns enger verbinden. Wir wollen resiliente Lieferketten dafür ausbauen."
Bereits ab der kommenden Woche soll Deutschland kein kasachisches Öl mehr erhalten.
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Auch der deutsche Mittelstand soll langfristig ins Boot geholt werden. Tokajew ist optimistisch, dass es gelingen wird: weil beide Seiten den Wunsch hätten voranzukommen. Jetzt gehe es darum, die Vereinbarungen auch umzusetzen, betont Tokajew.
Das gilt auch mit Blick auf Dutzende neue gemeinsame Projekte aus unterschiedlichsten Bereichen, die im Rahmen des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsforums auf den Weg gebracht worden sind. Mit einem geschätzten Gesamtvolumen von weit über einer Milliarde Euro.