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BMW renoviert den Dreier: Der Diesel bleibt vorerst draußen
Noch immer ist der 3er eine wichtige Säule im BMW-Sortiment. Mit einer umfassenden Modellpflege ziehen E-Auto und Verbrenner optisch gleich.
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BMW propagiert Technologieoffenheit: Kunden sollen allein entscheiden, welcher Antrieb für sie der beste ist. Das führt zu einer ziemlich breiten Antriebspalette bei fast allen Modellreihen. Überraschungen sind dabei keineswegs ausgeschlossen. Im frisch renovierten Dreier gibt es zunächst nur Benziner – wie gehabt durchweg alle mit sanfter Unterstützung durch einen E-Motor.
Selbstverständlich sind sowohl der Plug-in-Hybrid als auch der Diesel im Dreier nicht etwa Geschichte. Warum, lässt sich aus den bisherigen Zulassungszahlen leicht herauslesen. In Deutschland wurden bis Ende August dieses Jahres rund 19.000 Dreier verkauft, von denen etwas mehr als 7000 einen Dieselmotor hatten. Dass BMW mehr als ein Drittel seiner Dreier-Kunden erfolgreich vom batterieelektrischen i3 überzeugen kann, ist eher unwahrscheinlich. Den Plug-in-Hybriden hat BMW bereits für das kommende Jahr angekündigt. Mit einer Rückkehr des Diesels rechne ich ebenfalls.
Soll es ein Mildhybrid-Benziner sein, hat der Kunde zunächst drei Motoren zur Wahl. Basis ist der 318 mit 115 kW und 250 Nm, darüber rangiert der 320 mit 155 kW und 330 Nm. Beide haben zwei Liter Hubraum und einen 48-Volt-Startergenerator mit 8 kW und 25 Nm. Im WLTP ist der Verbrauch mit 6,5 bis 7,5 Litern identisch. Bei den Fahrleistungen kann sich der 320 dagegen deutlich absetzen. Im Standardsprint ist er mit 7,4 rund zwei Sekunden schneller, die Spitze liegt bei 240 statt 215 km/h. Der 318 kostet 49.900 Euro, der 320 54.900 Euro.
In dieser Hinsicht schwebt der M350 xDrive in anderen Sphären. 80.900 Euro soll das vorerst einzige Modell mit Sechszylinder kosten. Damit übertrifft er das stärkste E-Auto beim Kaufpreis erheblich. BMW bedient hier eine kleine Zielgruppe, die weiterhin auf den sonoren Klang des Sechszylinders nicht verzichten möchte. Sie bekommt eine umfangreiche Serienausstattung und auch reichlich Leistung. Der kleine E-Motor mit 13 kW und der Verbrenner mit 313 kW erreichen zusammen 326 kW. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt. Von null auf 100 km/h soll es in 4,1 Sekunden gehen. Im WLTP nennt BMW einen Verbrauch von 7,5 bis 8,2 Litern.
Alle Verbrenner bekommen intern harte Konkurrenz durch den batterieelektrischen i3, der grundsätzlich einen Allradantrieb mitbringt. Schon das Basismodell 40 xDrive hat mit seinen Eckdaten gute Chancen, viele zu überzeugen. Netto hat die Batterie 82,8 kWh, was im WLTP eine Reichweite zwischen 566 und 710 km bedeutet. Nachgeladen werden kann mit bis zu 300 kW. 21 Minuten soll die Aufladung von 10 auf 80 Prozent dauern. Das wären im Schnitt netto knapp 166 kW Ladeleistung in diesem Fenster. An Wechselstrom kann serienmäßig mit 11 kW geladen werden, gegen Aufpreis auch mit 22 kW.
Ganz beiläufig sind auch die Fahrleistungen exzellent. Der vordere Asynchronmotor leistet 123 kW, der hintere 195. Das gesamte System bietet bis zu 275 kW und 520 Nm auf. BMW verspricht 5,4 Sekunden im Standardsprint und 200 km/h Spitze. Das Topmodell mit 345 kW Systemleistung kann sich da kaum noch absetzen. Für den 50 xDrive nennt das Werk 4,7 Sekunden. Dafür liegt der Aufpreis inklusive einer umfangreicheren Serienausstattung bei 10.000 Euro. Das i3-Basismodell kostet 59.900 Euro.
Ein wesentlicher Teil des Aufpreises muss dem Kunden der üppigere Speicher wert sein. 108,7 kWh Energiegehalt sollen im WLTP eine Reichweite von 729 bis 911 km ermöglichen. Auch hier bleibt es ohne Zuzahlung bei 11 kW an Wechselstrom – 22 kW sind nur gegen Aufpreis möglich. An Gleichstrom kann der 50 xDrive mit bis zu 400 kW laden. 21 Minuten für die Aufladung von 10 auf 80 Prozent bedeuten eine durchschnittliche Ladeleistung von 217 kW. Bemerkenswert ist, dass der stärkere Antrieb den sc