// EUROGAMER.DE — GAMING
Monster Hunter Wilds auf Switch 2: Portierung war laut Capcom ein endloser Prozess
Für stabile 30 fps im Handheld-Modus musste das Entwicklerteam tief in die Trickkiste greifen und sämtliche Assets des Action-RPGs neu bewerten.
Die Portierung von Capcoms Monster Hunter Wilds auf die Nintendo Switch 2 wird mit Spannung erwartet. Nicht nur aufgrund des Spiels an sich, sondern auch im Hinblick auf die technische Umsetzung.
Wie wir wissen, hatte das Spiel auf dem PC lange Zeit mit technischen Problemen zu kämpfen – umso interessanter ist nun der Release auf der Nintendo-Konsole. Eine leichte Aufgabe war das nicht.
"Die Nintendo-Switch-2-Version von Monster Hunter Wilds basiert auf dem Konzept, eine völlig natürliche Monster-Hunter-Wilds-Erfahrung auf die Plattform zu bringen", erklärt Producer Genki Sunano in einem Interview mit Kotaku.
Genki Sunano ist ein Producer bei Capcom. Er verantwortet die Entwicklung von Monster Hunter Wilds und koordiniert die technischen Anpassungen, um das komplexe Action-Rollenspiel ohne Abstriche beim Spielgefühl auf die Hardware der Nintendo Switch 2 zu portieren.
"Mit anderen Worten: Es sollte sich nicht wie ein einfacher Port anfühlen, bei dem wir Grafik oder Performance lediglich heruntergeschraubt haben, damit das Spiel auf der Nintendo Switch 2 läuft. Unser Ziel war es stattdessen, das echte Wilds-Erlebnis auf die Konsole zu bringen, ohne dabei Abstriche am eigentlichen Spielgefühl zu machen."
Das Performance-Ziel im Handheld-Modus liegt bei 30 fps – das gilt auch für Multiplayer-Partien mit vier Spielerinnen und Spielern. "Wilds ist vollgepackt mit einer immensen Anzahl an Elementen", führt Sunano weiter aus. "Wir mussten daher sämtliche Assets und die dahinterliegenden Prozesse genau unter die Lupe nehmen. Wir mussten entscheiden, was zwingend erhalten bleiben muss und was angepasst werden kann, ohne das Gesamterlebnis zu verändern."
"Dieser mühevolle und phasenweise schier endlose Prozess aus einzelnen Entscheidungen und Optimierungen war eine unserer größten Herausforderungen. Nur so konnten wir ein flüssiges Handheld-Erlebnis liefern und gleichzeitig das bewahren, was Wilds ausmacht."
Dazu gehörte auch der Neuaufbau bestimmter Assets und Shader für die Switch-2-Version. Capcom verwendet "effizientere Umsetzungen", will dabei jedoch den ursprünglichen Look des Spiels so weit wie möglich bewahren.
"Während dieses Prozesses haben wir unsere Ressourcen gezielt auf die Bereiche konzentriert, die das Gameplay-Erlebnis direkt beeinflussen", betont er. "Gleichzeitig haben wir uns Abschnitte noch einmal ganz genau angesehen, die wir für Heimkonsolen-Hardware eigentlich schon als ausreichend optimiert betrachteten. Um das Spiel auf einem Handheld zum Laufen zu bringen, haben wir jeden einzelnen Aspekt dieser Bereiche neu bewertet und bestimmte visuelle Techniken sowie interne Prozesse durch effizientere Lösungen ersetzt. Das Wissen und die Erfahrung aus diesem Projekt wollen wir auch für die Performance-Verbesserungen nutzen, die wir im Vorfeld des Releases von Monster Hunter Wilds: Ascendance für die bestehenden Plattformen umsetzen."