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Rehakliniken nutzen KI: Was bleibt vom ärztlichen Fachwissen?
Was bedeuten KI-Sprachmodelle für Rehakliniken? Ärzte diskutierten unter anderem über die Möglichkeiten, Kosten, Zeitersparnis und Deskilling.
Helge Huffmann zur juristischen Perspektive beim Einsatz von generativen Sprachmodellen im Gesundheitswesen.
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Die Entlassbriefschreibung gehört zu den Aufgaben, bei denen Rehakliniken bereits generative Sprachmodelle einsetzen. Bei Rehas der Deutschen Rentenversicherung ist der Entlassbericht auch ein sozialmedizinisches Gutachten, das unter anderem das Leistungsvermögen im Erwerbsleben beurteilt. Annegret Balters von Vitrea berichtete beim Reha KI Summit, dass generative Sprachmodelle in vielen Kliniken des Unternehmens nicht mehr als Pilotprojekt, sondern als reguläres Werkzeug genutzt würden. Weitere Einsatzfelder, die Vitrea prüfe, seien die Betten- und Therapieplanung.
Der Einsatz wirft allerdings Fragen auf, bevor der erste Bericht geschrieben ist. „Nicht der Datenschutz verhindert KI, sondern eine schlechte Architektur“, sagte Helge Huffmann, Rechtsanwalt, der unter anderem die Schön-Klinik-Gruppe in Datenschutzfragen berät. Kliniken müssten klären, welche Patientendaten sie zu welchem Zweck verarbeiten, wer darauf zugreifen kann und was ein Anbieter mit den Eingaben macht. Ein fertiges KI-Modell zu nutzen, sei etwas anderes, als es mit Patientendaten zu trainieren.
Huffmann warnte auch davor, die ärztliche Freigabe als ausreichende Sicherheitsmaßnahme zu betrachten. Wer viele brauchbare KI-Texte gesehen habe, neige dazu, beim nächsten auf eine gründliche Prüfung zu verzichten. Der Arbeitsablauf müsse so gestaltet sein, dass Fehler auffallen können.
Ein Hindernis blieb in der Diskussion die Anbindung an bestehende Krankenhausinformationssysteme (KIS). Balters zufolge spielte die Frage nach offenen Schnittstellen bei Vitrea auch bei der Auswahl eines neuen Informationssystems eine Rolle. Ficus-Gründer Benjamin Pochhammer berichtete, dass Kliniken von Anbietern zunehmend einen nachvollziehbaren wirtschaftlichen Nutzen erwarten.
Ein kurzer Pitch zeigte verschiedene Möglichkeiten für Arbeitserleichterungen. Martin Graf von Praxipal stellte „Luna“ vor: Die Telefonassistentin soll rund um die Uhr häufige Patientenfragen beantworten, Anrufe an die zuständige Stelle weiterleiten und Anliegen mit den nötigen Angaben für das Klinikpersonal erfassen. Mathias Seebeck von Caspar Health beschrieb, wie sein Unternehmen digitale Angebote vor, während und nach einer Reha miteinander verbinden will. Mit Ficus arbeite es am Austausch von Informationen zur Anamnese und zum Entlassbrief; zwischen beiden Systemen sei das nach seiner Darstellung technisch bereits möglich. Madjid Salimi von Amboss zeigte eine KI-gestützte Suche für medizinische Fragen, bei der Ärzte Antworten anhand des hinterlegten Fachwissens weiterverfolgen können. Künftig sollen auch klinikinterne Vorgaben wie Behandlungsstandards in die Antworten einfließen.
Außerdem diskutierten Ärzte darüber, wie Ambient AI den Arbeitsalltag verändert. Dr. Britta Menne von der Rehaklinik Glotterbad meinte, dass Beschäftigte sich im Patientengespräch stärker auf ihr Gegenüber konzentrieren könnten, wenn sie nicht gleichzeitig mitschreiben müssten. Den erzeugten Text müssten sie anschließend prüfen. Dabei könne man noch einmal überlegen, ob die Dokumentation mit der eigenen Einschätzung des Gesprächs übereinstimme.
Dr. Christian Sellenthin von der Vitrea-Klinik Scheidegg berichtete, seine Klinik habe vor der breiten Einführung von Ficus Abläufe – vom Bettenmanagement über das Stationssekretariat bis zum Schreibdienst – neu durchdacht. Herkömmliche Diktiergeräte seien schließlich eingesammelt worden. Papier und andere Formen der Dokumentation gebe es weiterhin. Eine kritischere Bilanz zog Dr. Stefan Simmel von der BG Unfallklinik Murnau. Dort nutzten noch nicht alle Beschäftigten das System. Rückb