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March of Giants: Neues MOBA verbindet den Ersten Weltkrieg mit Fantasy
Das neue MOBA March of Giants verspricht taktisches MOBA-Gameplay. Als völlig neue IP in diesem umkämpften Genre, muss das Spiel einiges leisten.
Vor etwa zwei Wochen durfte ich nach Kanada fliegen und das Ubisoft-Studio in Montreal besuchen. Und das für ein neues MOBA namens March of Giants. Klingt wild? Würde ich auch so unterschreiben. Aber es hat sich gelohnt. Fast vier Stunden durfte ich in dem PC-Game verbringen und sogar gegen die Entwickler kämpfen und mich sogar von ihnen coachen lassen. Ihr versteht gar nicht, wie cool es ist, ein neues Game zu zocken, und hinter euch steht jemand, der euch beobachtet und euch sagt, welche Taktik jetzt gerade sinnvoll ist, und euch lobt, wenn ihr etwas richtig gut macht. Meine Motivation ist für diesen Nachmittag wirklich auf ein ungeahntes Hoch gestiegen.
Gut, aber viel wichtiger: Was ist March of Giants und worum geht es? Hierbei handelt es sich um ein MOBA vom ehmaligen Amazon Games Montreal und Publisher Ubisoft, das mich am ehesten an Heroes of the Storm erinnert. Es ist aber kein reiner Abklatsch, denn statt fünf Spielern sind hier vier am Start und die Minions sind hier Soldaten, die ihr mit verschiedenen Befehlen aktiv steuern könnt. Sie können andere Spieler, die hier Giants heißen, angreifen oder auf feindliche Strukturen fokussieren. Ebenfalls könnt ihr die winzigen Fußsoldaten nutzen, um Ressourcen einzusammeln, die ihr zum Bauen verschiedener Hilfsmittel braucht. Auf der Karte gibt es außerdem verschiedene Objectives, oft PvE-Gegner, die ihr töten könnt, um zusätzliche Buffs freizuschalten.
Es gibt drei Lanes, Trainingsmodi und vor jedem Match könnt ihr euren Giant auswählen. Zum Zeitpunkt des Events gab es 16 Helden zur Auswahl. Einige mit Reichweite und andere, die sich auf den Nahkampf fokussieren. Diese beiden Kategorien hatten dann auch noch Giants mit unterschiedlichen Rollen, damit jeder etwas findet, mit dem er oder sie arbeiten kann. Ich habe mich für eine Blitzmagierin Stratus entschieden, die ziemlich viele Möglichkeiten besitzt, Gegner festzuhalten oder zu verlangsamen und dann ihre fiesen Stürme zu entfesseln. Es gab aber auch klassischere Schützen mit Gewehren, Pflanzenmagier, Totenbeschwörer und Tanks, die wie eine Echse auf allen Vieren über das Schlachtfeld krabbelten.
Der Schauplatz ist tatsächlich genau das: ein Schlachtfeld. March of Giants vereint den Ersten Weltkrieg mit Fabelwesen und Fantasy und heraus kommt etwas, das mich eher an einen Steampunkstil erinnert hat. Ich bin eigentlich kein Fan von Kriegs-Settings, aber durch die Mischung mit fantastischen Elementen, war ich doch ganz angetan. Warum die Entwickler sich genau auf den Ersten Weltkrieg fokussieren, habe ich mich auch gefragt, und das Team verriet mir während der Playsession, dass es dabei mehr um den Stand der Technik zum Zeitpunkt des Ersten Weltkrieges ginge. Durch die Verknüpfung mit den Fantasy-Elementen sei das Team dennoch nicht groß eingeschränkt, ihre Visionen umzusetzen.
Nachdem alles richtig eingestellt war - Tastenbelegung lässt sich natürlich ändern - ging es dann auch schon los. Zusammen mit drei Kollegen machten wir zunächst ein paar Bots platt. Zuerst die einfachen zum Aufwärmen, danach die schwersten Bots. Bereits hier ist mir aufgefallen, wie rund das ganze Konzept eigentlich ist. Sogar in dieser frühen Phase hat sich March of Giants ziemlich sauber gespielt. Kein Ruckeln, keine Bugs und auch das Gameplay selbst lässt wenig Raum für große Kritikpunkte offen. Klar, durch League of Legends habe ich einiges an Vorerfahrung mit MOBAs, aber selbst die Kollegen, die normalerweise die Finger von diesem Genre lassen, kamen gut rein und konnten sich von Runde zu Runde verbessern.
March of Giants ist einfach ausgewogen. Es bietet nicht zu wenig. Ihr habt einfachere und komplexere Giants und Taktiken, mehrere Lanes, Roaming, Objectives und Strukturen sowie einige Gadgets, die ihr mit eurem gesammelten Material bauen könnt - etwa Stacheldrahtzäune, stärkere Minions oder klei