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Großbritanniens Zusammenarbeit mit der EU: Bye, bye, Brexit?
Großbritanniens Premier Burnham nährt mit einer Aussage Diskussionen um einen Wiedereintritt seines Landes in die EU. Gründe zur Zusammenarbeit gäbe es genug. Aber wäre eine Rückkehr wirklich denkbar?
Ausgerechnet im zehnten Trennungsjahr nähern sich die Geschiedenen also wieder an: Im Juli wurde in Brüssel noch an vielen Orten an den Austritt erinnert. Durch den Brexit schrumpfte die EU von 28 auf 27 Mitglieder.
Ceira Sergeant marschierte im Sommer aus Protest dagegen mit einer Gruppe von Liverpool nach Brüssel. Nach zwei Wochen kam sie in der europäischen Hauptstadt an. "Es ist ein Symbol für so vieles", sagte sie und übergab mit schmerzenden Füßen und einem großen Lachen ein Buch aus Großbritannien an die klatschenden EU-Abgeordneten.
Die Trennung war schmerzhaft und teuer. Aber jetzt wolle man nach vorne schauen - so der Tenor in Brüssel. In vielen Nachtstunden wurde ein Handels- und Kooperationsabkommen verhandelt. David McAllister - selbst auch Brite und Vorsitzender des Ausschusses für Außenpolitik im EU-Parlament - hat das Abkommen mitverhandelt. Mehr als 1.200 Seiten ist es stark, eines der umfangreichsten, das die EU je verhandelt hat, sagt er.
So wie Geschiedene festlegen, wer wann die Kinder sehen darf, wer das Haus bekommt und wer den Hund, regelt das Abkommen die Zusammenarbeit bei Handel, Fischerei, Strafverfolgung oder Luftverkehr. McAllister sieht noch weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit, zum Beispiel bei Sicherheit und Verteidigung, wirtschaftlicher Zusammenarbeit und Migration. Besonders froh ist er, dass Großbritannien wieder am Erasmus-Programm teilnehmen kann.
Weltspiegel
21.06.2026
Zehn Jahre nach dem Referendum diskutiert das Vereinigte Königreich wieder über die Folgen des Brexit.
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Für die jungen Menschen in Großbritannien war der Austritt besonders bitter und teuer. Die Studienförderung soll dies ein bisschen lindern. Auch bei anderen Projekten hat die Insel wieder an die EU angedockt. Seit 2024 beispielsweise sind die Briten wieder Teil des Copernicus-Programms und dürfen damit die Daten zu Wetter und Klima nutzen. Auch um Forschungsgelder aus dem Horizon Programm können sich britische Wissenschaftler wieder bewerben.
Doch McAllister zeigt auch die Grenzen auf. "Ein Land, das die EU verlässt, kann nicht die gleichen Vorteile genießen, wie ein Land, das Mitglied der europäischen Union ist", sagt er. Die größte Hürde bleibt der freie Personen- und Warenverkehr. EU-Bürger, die nach Großbritannien reisen wollen, brauchen jetzt ein Visum oder eine Reisegenehmigung - und umgekehrt. Wer Waren in die EU verkaufen will, muss sich mit Zollformularen, Einfuhrumsatzsteuer und Lieferantenerklärungen herumschlagen.
Für Unternehmen, die mit Großbritannien Handel treiben, brachen chaotische Zustände aus.
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