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Sicherheitsfunktion: WhatsApp verlangt bei ersten Nutzern aktuelles OS
WhatsApp führt eine neue Sicherheitsbarriere ein: Wird eine veraltete OS-Version erkannt, streikt der Messenger. Jedoch unterstützt die App auch Android 6.
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Meta-Tochter WhatsApp zieht neue Saiten auf, damit sich der Messenger sicher nutzen lässt. Auf ersten Geräten landet eine Funktion, die die App sperrt, wenn das Betriebssystem des Smartphones nicht auf dem aktuellen Stand ist. Sobald Nutzerinnen und Nutzer ihr Gerät aktualisiert haben, lässt sich der Messenger wieder verwenden. Diese neue Funktion beißt sich jedoch mit den bisweilen uralten, unterstützten Android- und iOS-Versionen.
Das berichtet das auf neue und Beta-Versionen des Messengers spezialisierte Blog WABetaInfo. Demzufolge zeigt WhatsApp bereits ersten Nutzern mit veralteten iOS- oder Android-Versionen an, um sie darauf aufmerksam zu machen, ihre Geräte und Konten zu aktualisieren und zu schützen. Wenn Nutzerinnen und Nutzer versuchen, sich in der App anzumelden, fordere WhatsApp sie künftig auf, ihr Betriebssystem zu aktualisieren, um wieder Zugriff auf ihre Nachrichten zu erhalten. Überspringen lässt sich dieser Schritt laut WABetaInfo aus Sicherheitsgründen nicht. Welche OS-Versionen die Sperre auslösen, hat WhatsApp bislang nicht verraten.
Laut WABetaInfo betrifft die Funktion „bestimmte Nutzer von Android und iOS, unabhängig davon, welche WhatsApp-Version sie verwenden“. Die Funktion erfordere kein Update der WhatsApp-App, sondern werde serverseitig verteilt, ohne das Zutun der Nutzer.
Hintergrund dieser Maßnahme dürfte sein, dass ein Messenger nur so sicher ist, wie das Betriebssystem, auf dem er läuft. Ältere OS-Versionen sind „möglicherweise anfällig für Malware, die zur Übernahme von Geräten und Apps verwendet werden kann“, erklärt auch Meta in einem Supportdokument, das die Funktion erklärt. Das Unternehmen fokussiert sich darin jedoch nur auf iOS. Ein korrespondierendes Dokument für Android haben wir noch nicht entdeckt; möglicherweise reicht Meta es noch nach.
Dass Meta auf aktuelle Betriebssystemversionen Wert legt, ist positiv hervorzuheben, zumal etwa durch den Einsatz von KI immer mehr auch kritische Sicherheitslücken in iOS und Android aufgedeckt und von Google und Apple oft schnell behoben werden. Problematisch sind jedoch die offiziell seitens WhatsApp unterstützten Betriebssystemversionen, von denen viele seit Jahren keine Sicherheitsupdates mehr erhalten und entsprechend unsicher sind.
So unterstützt WhatsApp laut offiziellen Supportdokumenten ab dem 30. November nur noch iPhones mit iOS 15.5 und neuer. Die iOS-Version erschien im Mai 2022 und ist damit über vier Jahre alt. Sicherheitspatches bekommt die Version nicht mehr. Noch gravierender ist, dass WhatsApp Android 6 Marshmallow und neuer unterstützt. Die Android-Version erschien im Oktober 2015, ist damit also über zehn Jahre alt. Die Version erhält entsprechend seit Ewigkeiten keine Sicherheitspatches mehr und ist im Grunde – übertrieben formuliert – eine wandelnde Sicherheitslücke. Wir haben bei Meta ob der Diskrepanz nachgefragt.
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