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ESA-Weltraumteleskop Euclid: Erfolge bei Suche nach den frühesten Quasaren
Seit Jahren arbeitet Euclid an einer gewaltigen Himmelskarte. Dabei findet das Weltraumteleskop auch mehr Quasare im frühen Universum als alle Geräte zuvor.
Künstlerische Darstellung eines Quasars in einer Galaxie, in der viele Sterne entstehen.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Das ESA-Weltraumteleskop Euclid hat seit seiner Inbetriebnahme 2023 mehr und weiter entfernte Quasare im frühen Universum entdeckt, als bis dahin bekannt waren. Wie das Max-Planck-Institut für Astronomie mitteilte, hat sich dank Euclid die Zahl der uns bekannten Quasare in der Zeit bis 800 Millionen Jahre nach dem Urknall von 9 auf 21 mehr als verdoppelt.
Den ältesten Quasare sehen wir demnach in einem Zustand nur 670 Millionen Jahre nach der Entstehung des Kosmos, damals hat er bereits mit der Stärke einer Trilliarde Sonnen geleuchtet. Mit diesem und den anderen Funden könne man endlich typische Quasare untersuchen, nicht nur die hellsten.
Quasare sind sogenannte aktive Galaxienkerne, in deren Zentrum sich wiederum supermassereiche Schwarze Löcher befinden. Die sammeln Materie auf, die mit immenser Geschwindigkeit in der sogenannten Akkretionsscheibe um sie rast und deshalb enorm hell leuchtet. Dadurch gehören Quasare zu den hellsten Objekten, die wir kennen, und sind auch noch aus enormen Entfernungen auszumachen.
Quasare kommen in so gut wie allen Galaxien vor, erklärt die Forschungseinrichtung. Dort haben sie einen Anteil an der Rate der Sternentstehung, sie können diese entweder beschleunigen oder bremsen. Deshalb fahnden Astronominnen und Astronomen auch nach den frühesten Quasaren, um deren Rolle bei der Formung der ersten Galaxien zu ergründen.
Der neue Rekordhalter unter den Quasaren trägt nun die etwas unhandliche Bezeichnung EUCL J172902.75+641018.1, etwas näher ist uns EUCL J125308.55+705432.3. Mit dem NOEMA-Antennenfeld (NOrthern Extended Millimeter Array) in den französischen Alpen hat ein Forschungsteam inzwischen ermittelt, dass in der Galaxie des zweitplatzierten pro Jahr neue Sterne mit einer Gesamtmasse von über 250 Sonnenmassen entstehen. Das sind 250 Mal so viel wie gegenwärtig in unserer Milchstraße, obwohl die zehnmal so massereich ist. Der Befund passe zu einer Galaxie, die den Großteil ihres Wachstums noch vor sich hat, erklärt die Forschungsgruppe. Insgesamt verfüge sie sogar über alle Zutaten für eine richtige große Galaxie, meint Forschungsleiterin Silvia Belladitta vom Max-Planck-Institut.
Euclid war Anfang Juli 2023 in den Weltraum gestartet. Herzstück ist ein hochauflösendes Teleskop, das mit zwei Kameras ausgestattet ist – eine für den sichtbaren Wellenlängenbereich und eine für das nahinfrarote Spektrum. Beide sollen die Bewegungen und Formen von Galaxien abbilden beziehungsweise dabei helfen, auf die Entfernung von Galaxien zu schließen. Die ESA will so einen Blick in die Vergangenheit des Universums werfen und dessen Entwicklung innerhalb der vergangenen zehn Milliarden Jahre erforschen. Bereits in der Erprobungsphase hatte es ein beeindruckendes Bild eines perfekten Einstein-Rings zur Erde geschickt. Die Erfolge bei der Quasar-Suche haben die Forscher jetzt in Astronomy & Astrophysics vorgestellt.
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