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System76 schließt für Linux-Desktop Cosmic KI-Inhalte aus
Die Desktopumgebung Cosmic erlaubt keine KI-Inhalte in den Pull Requests.
Die Akzeptanz für KI fällt in der Linux-Community unterschiedlich aus. Die Entwickler der Desktopumgebung Cosmic schließen nun ausdrücklich KI in den Pull Requests aus. Ein Gnome-Entwickler fordert hingegen, zumindest Fehlerberichte zuzulassen.
Der für seine Hardware mit vorinstallierten Linuxsystemen bekannte Anbieter System76 hat für die Desktopumgebung Cosmic ein striktes Verbot von KI-generierten Inhalten erlassen. In den aktualisierten Richtlinien für Mitwirkende an dem Projekt wird nun verlangt, ausdrücklich zu bestätigen, dass weder Programmcode noch Kommentare oder Beschreibungen in Pull-Requests von KI stammen.
Entwickler dürfen KI-Werkzeuge zwar weiterhin etwa zur Fehlersuche verwenden, aber keinerlei KI-generierten Code, Dokumentationen oder Beiträge einreichen. Cosmic ist eine Desktop-Umgebung, deren erste stabile Version Ende 2025 mit Pop!_OS 24.04 veröffentlicht wurde.
Während frühere Versionen stark auf Gnome basierten und das optische Layout mit oberem Panel und Dock-Leiste daran angelehnt blieb, wurde das neue Cosmic von Grund auf in Rust mit dem Iced-Toolkit implementiert und läuft ausschließlich unter Wayland.
Auch innerhalb des Gnome-Ökosystems existieren bereits Beschränkungen für KI-Inhalte, etwa bei Gnome Calendar oder Gnome Extensions, die KI-generierte Beiträge untersagen. Gleichzeitig gilt der Hauptsponsor Red Hat aber als sehr aufgeschlossen gegenüber künstlicher Intelligenz.
Der Gnome-Entwickler Michael Catanzaro argumentiert in einem aktuellen Blogbeitrag dafür, zumindest KI-generierte Fehler- und Schwachstellenberichte zuzulassen. Seiner Ansicht nach spürt KI enorme Mengen an Sicherheitslücken auf, weshalb derartige Meldungen zu wertvoll seien, um ignoriert zu werden.
Kritiker befürchten dabei, dass die Annahme von KI-Fehlerberichten der Einstieg in eine schrittweise Öffnung für die Technologie sein und etwa KI-generierte Patches bis hin zu KI-Code in Gnome selbst zur Folge haben könnte. Während andere Open-Source-Projekte wie Debian oder der Linux-Kernel den Einsatz von KI bereits gestatten, bleibt die Akzeptanz bei Desktop-Projekten wie KDE und Gnome weiterhin gering.
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