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Speicherpreise: Samsungs Gewinn könnte um fast 800 Prozent zulegen
Samsung schätzt seinen operativen Gewinn im dritten Quartal auf 107,4 Billionen Won (rund 71,5 Mrd. Euro). Damit wäre der Konzern das erste südkoreanische Unternehmen jemals, das in einem Quartal mehr als 100 Billionen Won operativen Gewinn erzielt.
Neben dem Gewinn veranschlagt Samsung den Umsatz auf 195 Billionen Won, was knapp 130 Mrd. Euro entspricht. Sollten beide Werte bei der Ergebnisveröffentlichung später in diesem Monat bestätigt werden, wäre der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um 782,5 Prozent gestiegen, der Umsatz um 126,6 Prozent.
Der geschätzte Gewinn übertrifft die Prognose von Analysten, die bei 106,64 Billionen Won (rund 71 Mrd. Euro) liegt. Der Umsatz liegt hingegen sogar leicht unter der erwarteten Summe von 200,64 Billionen Won (133,7 Mrd. Euro). Als mögliche Belastung für das Quartalsergebnis und insbesondere die Profitabilität galt im Vorfeld die starke Aufwertung des Won gegenüber dem US-Dollar.
Samsung weist in der vorläufigen Ergebnisprognose keine Zahlen für einzelne Geschäftsbereiche aus. Speicherchips gelten jedoch als wichtigste Ursache für den Rekordgewinn. Analysten schätzen, dass das Speichergeschäft allein rund 110 Billionen Won (73,25 Mrd. Euro) operativen Gewinn erzielt haben könnte. Diese Schätzung liegt sogar über dem vorläufigen Gesamtgewinn des Konzerns – andere Bereiche müssten also einen operativen Verlust erzielt haben. Hier könnten auch fallende Smartphone-Verkäufe aufgrund gestiegener Preise hineinspielen.
Analysten gehen davon aus, dass sich in den Quartalszahlen auch der Beitrag der Verkäufe von HBM4-Speicherchips der sechsten Generation für Nvidias Vera Rubin niederschlägt. Erst gestern war bekannt geworden, dass Samsungs HBM4E zudem die Tests von Nvidia bestanden haben soll, so dass bald die Massenproduktion anlaufen könnte. Aber auch die herkömmlichen DRAM-Produkte sollen sich sehr gut entwickelt haben, auch wenn sich der Preisanstieg gegenüber dem Vorquartal verlangsamte – er soll nur jedoch weiterhin im zweistelligen Prozentbereich zugelegt haben.
Da langfristige Vereinbarungen (Long-Term Agreements) im Speichergeschäft zunehmen, könnten die Speicherpreise auch in den kommenden Quartalen für stabile Umsätze und hohe Gewinne bei Samsung sorgen.