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Enshrouded: Keen Games erklärt, warum der Xbox-Release auf 2027 verschoben wurde
Während PC- und PS5-Spieler im Oktober mit Version 1.0 loslegen, zwingt die komplexe Voxel-Engine das Studio bei den Microsoft-Konsolen zu drastischen Verzögerungen.
Wenn Keen Games' Enshrouded am 15. Oktober 2026 nach mehr als zweieinhalb Jahren den Early Access verlässt, erscheint es zuerst einmal auf PC und PlayStation 5.
Xbox-Fans gehen nicht leer aus, müssen sich jedoch noch bis zum Frühjahr 2027 gedulden. Bereits zur Ankündigung des Release-Datums begründete das Studio die spätere Xbox-Veröffentlichung des Survival-Spiels mit Optimierungsarbeiten.
Der Hauptgrund für die Verzögerung ist das intern entwickelte Grafikgrundgerüst, das Keen Games statt einer vorgefertigten Technologie – etwa die Unreal Engine 5 – für Enshrouded verwendet.
"Ein wichtiger Punkt ist, dass wir eine eigene Engine haben, die wir von Hand mit dem In-House-Team portieren und optimieren müssen - es ist also vor allem eine Frage der Manpower", erklärt Julien Koenen, Technical Director des Spiels, im Gespräch mit Eurogamer.de.
"Zusätzlich ist unser Anspruch auch immer, dass das Spiel in einem guten Zustand erscheint, daher haben wir uns entschieden, die Veröffentlichung der Xbox-Version auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben."
Obwohl er die technisch schwächere Xbox Series S nicht explizit als Bremsklotz nennt, verweist er auf die enormen Hardware-Anforderungen des Titels.
"Da Enshrouded nun bald die Version 1.0 erreicht hat und den Spielern eine vollständig terraformbare, aus Voxeln bestehende offene Welt bietet - einschließlich Unterstützung für groß angelegte Bauprojekte, Wassersimulation und fortschrittlicher Multiplayer-Systeme - wird es stets eine technische Herausforderung bleiben, ein flüssiges Spielerlebnis zu gewährleisten, das auf allen Plattformen so konsistent wie möglich ist", erläutert Koenen. "Unser Team möchte jedoch keine Kompromisse bei der Qualität eingehen, weshalb wir vor der Veröffentlichung im Frühjahr 2027 mehr Zeit einplanen."
Unterdessen könnt ihr auf den Sony-Konsolen etwa spezielle Controller-Features und Support für die PS5 Pro erwarten.
Dass Keen Games explizit die technischen Herausforderungen anspricht, dürfte unmittelbar mit der Xbox Series S zusammenhängen. Microsoft schreibt Entwicklern strikt vor, dass Spiele auf beiden aktuellen Konsolen (Series X und Series S) mit Feature-Parität erscheinen müssen. Man darf ein ressourcenhungriges Voxel-Spiel also nicht einfach nur für die stärkere Series X veröffentlichen.