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Chrome: Jetzt erhalten alle JPEG XL
JPEG XL ist in Chrome 155 angekommen. Ein Rust-Decoder soll das Bildformat sicher und schnell verarbeiten.
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Google unterstützt mit dem Update auf Chrome 155 offiziell das Bildformat JPEG XL. Der Browser kann damit .jxl-Bilddateien dekodieren, ohne dass Nutzer eine experimentelle Funktion aktivieren müssen. Für die Umsetzung setzt das Chrome-Team auf den in Rust geschriebenen Decoder jxl-rs.
JPEG XL bietet eine verlustfreie Kompression, HDR und kann vorhandene JPEG-Dateien ohne erneute verlustbehaftete Kompression in das neue Format zu überführen. Google hatte die zunächst die experimentelle Unterstützung aus Chrome entfernt, kündigte aber im November 2025 eine Kehrtwende beim Thema JPEG XL an.
In Chrome 145 war JPEG XL bereits zur Erprobung verfügbar, unter anderem über ein Feature-Flag. Mit dem neuen Chrome 155 gibt Google die Unterstützung jetzt regulär frei.
Bilddecoder verarbeiten Dateien aus dem Netz und damit potenziell manipulierte Eingaben. Google führt Speicherfehler wie Zugriffe außerhalb vorgesehener Bereiche als Grund auf, JPEG XL nicht mit einem Decoder in C++ einzubinden. Stattdessen nutzt Chrome jxl-rs, eine Implementierung in Rust. Die Browser-Sandbox bleibt dabei eine zusätzliche Schutzschicht.
Damit der Decoder Bilder schnell verarbeitet, verwendet jxl-rs SIMD-Befehle, mit denen Prozessoren mehrere Datenwerte parallel bearbeiten. Eine Abstraktionsschicht namens jxl_simd soll das auf unterschiedlichen Plattformen ermöglichen. Weitere Optimierungen übernehmen Ansätze aus der C++-Referenzimplementierung libjxl und vermeiden ein unnötiges Kopieren von Daten. Konkrete Vergleichswerte für die Decodiergeschwindigkeit nennt Google in der Ankündigung nicht.
Google zufolge bietet JPEG XL eine um 30 bis 50 Prozent bessere Kompression als JPEG. Daraus leitet das Chrome-Team aber keine pauschale Empfehlung gegen andere moderne Formate ab: Entwickler sollen AVIF und JPEG XL mit ihrem jeweiligen Bildmaterial testen. Vorteile erwartet Google bei hochwertigen oder verlustfrei komprimierten Fotos und dort, wo eine fein abgestufte progressive Darstellung nötig ist.
Als weiteren Grund für die Aufnahme in Chrome nennt Google wiederholte Wünsche von Webentwicklern. Das Format war mehrfach Thema im Interop-Prozess der Browserhersteller, auch 2026. Dort beteiligte sich Chrome an Tests, die die Umsetzung von JPEG-XL-Funktionen browserübergreifend vergleichbar machen sollen.
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