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Nach bestätigtem Todesfall: Auch in Kenia wächst die Sorge vor Ebola
Es ist der erste Ebola-Fall in Kenia: Am Montag starb ein aus dem Kongo eingereister Mann an der Krankheit. Behörden und WHO reagieren mit verstärkten Maßnahmen - und in der Bevölkerung wächst die Sorge.
Die Innenstadt von Nairobi am Mittag: Viele Leute sind auf der Straße unterwegs. Einer von ihnen ist Kenwe Uno. Er lebt in der kenianischen Hauptstadt, arbeitet hier als Anwalt. "Natürlich habe ich von dem ersten Ebola-Fall hier in Kenia gehört. Es hat mich nicht schockiert, weil wir die Diskussion über Ebola seit Monaten führen", erzählt er. Auf der anderen Seite sei er sehr enttäuscht, "denn offenbar ist unsere Regierung nicht gut vorbereitet."
Der erste offizielle Ebola-Tote in dem Land war kenianischer Staatsangehöriger. Er lebte mehrere Jahre in der Demokratischen Republik Kongo, wo er auch erkrankte. Dort sei er in mehreren Gesundheitseinrichtungen behandelt worden.
Ende vergangener Woche war er zunächst mit dem Auto von der Demokratischen Republik Kongo in die ugandische Hauptstadt Kampala gereist. Von dort aus nahm er ein Flugzeug in die kenianische Hauptstadt. Am internationalen Flughafen von Nairobi durchlief er den normalen Gesundheitscheck und ging durch die Einwanderungskontrolle - ohne aufzufallen.
Verwandte brachten ihn dann mit dem Auto in ein Krankenhaus. Dort wurde er am vergangenen Samstag isoliert und positiv auf das Bundibugyo-Virus getestet. Das Bundibugyo-Virus ist ein Ebolavirus. Bundibugyo ist eine seltene Virusvariante mit hoher Sterblichkeit.
In der Isolierstation zeigte der Patient bereits schwere Symptome der Ebola-Erkrankung, wie der kenianische Gesundheitsminister Aden Duale mitteilte: "Er hatte Fieber, Schüttelfrost, starke Müdigkeit, Schwäche, Muskelschmerzen, Halsschmerzen und Blutungen unter der Haut."
Die WHO warnt vor der immer noch rasanten Ausbreitung der Krankheit in der Demokratischen Republik Kongo.
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Nach der Bestätigung dieses ersten offiziellen Ebola-Falls in Kenia hat sich nun auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeschaltet. Sie hat angekündigt, eng mit der kenianischen Regierung zusammenzuarbeiten, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Im Mittelpunkt stünden das Screening an bestimmten Grenzübergängen und eine klare Kommunikation mit der Bevölkerung, sagt WHO-Sprecher Stephane Dujarric.
"Die kenianischen Behörden haben den Fall schnell identifiziert, isoliert und getestet", sagt Dujarric. Die WHO und ihre Partner würden die Behörden nun bei den Vorbereitungen für die Einsatzmaßnahmen unterstützen.
Laut der WHO erfassten die Gesundheitsbehörden in Kenia bislang 28 Kontaktpersonen, darunter Familienmitglieder und medizinisches Personal, das den Patienten betreut hatte. Zudem wurden 23 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder des Flugs ermittelt. In Kenia wurden nach Angaben der Behörden rund 650.000 einreisende Personen untersucht, fast 270 Verdachtsproben analysiert und rund 5.000 Gesundheitsmitarbeiter geschult.