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heise+ | Investieren in die Rüstungsbranche: Aktien, ETFs & Fonds im Check
Die Rüstungsindustrie ist zum strategischen Investment geworden, zuletzt gab es aber herbe Verluste. Anleger sollten ein Engagement deshalb genau prüfen.
Verteidigung und militärische Schlagkraft galten in Deutschland und anderen europäischen Ländern aus Sicht der Politik lange Zeit nur als ungeliebter Kostenblock. Schließlich herrschte auf dem Kontinent jahrzehntelang Frieden – und im Zweifelsfall würden die USA schon helfen. Zwei Einschätzungen, die sich seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sowie der erratischen Haltung des US-Präsidenten gegenüber der NATO als nicht mehr gültig erwiesen haben. Seitdem ist das Interesse an Rüstungsgütern stark gestiegen, was sich in den Kursen der entsprechenden Unternehmen widerspiegelt. Wir zeigen, was Sie vor einem Investment in die ethisch fragwürdige Branche beachten sollten.
Zu den wichtigsten Punkten für potenzielle Anleger gehört die Bandbreite an Rüstungsgütern. Denn Panzer, Kampfflugzeuge und Marineschiffe spielen längst nicht mehr die große Rolle wie noch vor zwei Jahrzehnten, wie unser Überblick zeigt. Stattdessen rücken vermehrt neue Aspekte in den Mittelpunkt – und damit auch andere Unternehmen als die etablierten Konzerne. Auch das führt zu künftig deutlich höheren Verteidigungsetats. So sind unter den Bezeichnungen ReArm Europe und Readiness 2030 bis zu 800 Milliarden Euro zusätzlich für entsprechende Güter vorgesehen.
Derartige Summen verändern den Markt massiv. Die Auftragsbücher vieler Rüstungsunternehmen sind über Jahre hinweg gefüllt, neue Produktionskapazitäten geplant oder teilweise bereits im Bau. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem europäische Anbieter. Denn das neu geweckte Interesse an Aufrüstung geht einher mit dem Wunsch nach weniger strategischer Abhängigkeit von anderen Staaten und deren Unternehmen. Im Folgenden gehen wir auf die wichtigsten Unternehmen, ihre Schwerpunkte sowie die jeweilige Kursentwicklung mitsamt der jüngsten Verluste ein. Zudem erklären wir, wie Sie mit Aktien, ETFs und aktiven Fonds in die Branche investieren können.
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