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Microsoft 365 Family & Premium: Beim OneDrive-Speicher gilt jetzt „6 × 1 TB = 2 TB“
Microsoft stellt den Cloud-Speicher für Abonnenten von Microsoft 365 Family und Premium um. Statt bis zu sechs Terabyte, die bislang auf bis zu sechs Nutzer zu je maximal 1 Terabyte verteilt waren, gibt es künftig einen gemeinsamen Speicherpool mit insgesamt aber nur noch zwei Terabyte.
Für Neukunden gilt das neue Speicher-Modell bereits. Bestehende Abonnenten werden bei der ersten Verlängerung des Abonnement ab dem 2. Mai 2027 auf den neuen Speicherplan umgestellt, so Microsoft. Entscheidend ist demnach der individuelle Verlängerungstermin. Wer bereits im Voraus bezahlt hat, behält bis zum Ende des laufenden Vertragszeitraums das bisherige Kontingent. Microsoft will betroffene Kunden vor der Umstellung per E-Mail informieren.
Auch wenn jeder Nutzer so nun bis zu 2 Terabyte und nicht mehr maximal 1 Terabyte belegen kann, sinkt die maximal verfügbare Speicherkapazität in OneDrive insgesamt für eine Familie um zwei Drittel. Microsoft begründet den gemeinsamen Pool genau mit dieser flexibleren Verteilung, die einen Nutzer nicht mehr fest auf 1 Terabyte beschränkt.
Auch Microsoft ist bewusst, dass es Nutzer gibt, die aktuell insgesamt mehr als 2 Terabyte belegt haben, die ihnen nach der Umstellung nur noch zustehen. Über dieses Kontingent hinausgehende Inhalte will Microsoft aber nicht einfach löschen, sondern gewährt Kunden eine Übergangsfrist. Bis zu einem Jahr habe man Zeit, den genutzten Speicherplatz auf 2 Terabyte zusammenzuschrumpfen. Währenddessen bleiben bereits hochgeladene Daten erhalten und normal zugänglich. Alternativ zur Löschung der Daten können Nutzer kostenpflichtig zusätzlichen Speicher hinzubuchen.
Ein Microsoft-Supportdokument deutet an, dass Bestandskunden in bestimmten Märkten unter Umständen einen Bonusspeicher erhalten könnten, erläutert aber noch keine Details, wer und wo man davon profitieren kann.
Bestehende Microsoft 365 Family- und Premium-Kunden, die die Berechtigungsanforderungen in unterstützten Märkten erfüllen, erhalten möglicherweise Bonusspeicher, wenn ihr Abonnement nach dem Rollout von freigegebenem Speicher verlängert wird.
Die Speicheränderung erinnert an Microsofts Rückzieher beim unbegrenzten Speicherplatz für Office-365-Nutzer auf OneDrive im Jahr 2015. Damals begrenzte Microsoft den Speicherplatz, nachdem Nutzer unter anderem Filmsammlungen und Backups zahlreicher PCs in der Cloud gespeichert hatten. Teilweise waren mehr als 75 Terabyte pro Nutzer belegt.
Für Microsoft 365 Single und Basic sind nach bisherigen Angaben keine vergleichbaren Änderungen vorgesehen. Beim Tarif Microsoft 365 Pro nennt Microsoft hingegen einen geteilten Cloud-Speicher von fünf Terabyte.
Wir danken den Community-Mitglieder kurzpc und Tenferenzu für den Tipp zu dieser News.