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Immich 3.3.0 bringt gemeinsame Fotoverwaltung
Die selbst gehostete Fotoverwaltung Immich ist in Version 3.3.0 erschienen. Das Update bringt Verbesserungen bei der gemeinsamen Verwaltung erkannter Personen, neue Geburtstagserinnerungen sowie eine effizientere Bilderkennung. Auch die mobilen Apps und die Bildvorschau erhielten Verbesserungen.
Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft die Gesichtserkennung. Bisher verwalteten Anwender erkannte Personen weitgehend unabhängig voneinander. Mit Immich 3.3 lassen sich diese Informationen nun innerhalb einer Cluster-Gruppe mit anderen Nutzern teilen. Freigegebene Personen erscheinen anschließend in den Personenübersichten beider Nutzer sowie in den jeweiligen Bildansichten.
Namen und Geburtsdaten können gemeinsam gepflegt werden. Dabei lässt sich festlegen, ob Änderungen für alle Beteiligten oder nur für den eigenen Account gelten sollen. Auch das Zusammenführen erkannter Gesichter über Benutzergrenzen hinweg ist jetzt möglich. Die Freigabe erfolgt über die Weboberfläche und muss für eine vollständig gegenseitige Bearbeitung in beiden Richtungen eingerichtet werden.
Die Entwickler suchen auf GitHub Feedback zu dieser schwierig zu implementierenden neuen Funktion, die derzeit als zu 80% umgesetzt gilt. Neu sind außerdem Geburtstagserinnerungen. Ist für eine Person in der Fotobibliothek ein Geburtsdatum hinterlegt, zeigt Immich an ihrem Geburtstag eine besondere Rückschau mit Fotos von vergangenen Geburtstagen an.
Unter der Haube haben die Entwickler das Machine-Learning überarbeitet. Die Modelle benötigen jetzt weniger Arbeitsspeicher und arbeiten teilweise erheblich schneller. Davon profitieren auch Systeme, die ausschließlich die CPU zur Bilderkennung einsetzen. Für Nvidia-Grafikkarten ab der Ampere-Generation kommt zudem TensorRT RTX zum Einsatz. Die RKNPU-Beschleunigung auf Rockchip-Systemen unterstützt jetzt sämtliche Modelle einschließlich OCR.
Neu hinzugekommen ist die Modellfamilie PP-OCRv6 für die Texterkennung in Bildern. Sie verspricht eine höhere Genauigkeit als die bisher eingesetzten PP-OCRv5-Modelle und steht in drei Varianten für unterschiedliche Hardwareanforderungen bereit.
Die optimierten Machine-Learning-Modelle müssen derzeit noch ausdrücklich aktiviert werden. Dazu dient die Umgebungsvariable MACHINE_LEARNING_MODEL_REVISION=v2 im entsprechenden Container. In einer späteren Version soll diese Konfiguration zum Standard werden. Eine erneute Verarbeitung bereits analysierter Bilder ist beim Wechsel nicht erforderlich.
Bearbeitet ein Anwender Fotos auf seinem Smartphone mit einer externen Anwendung, gruppiert Immich künftig die bearbeitete Fassung automatisch mit dem Original. Dadurch bleibt die Zeitleiste übersichtlicher. Eine überarbeitete Skalierung verbessert außerdem die Detaildarstellung und Helligkeit von Vorschaubildern, insbesondere bei kontrastreichen Motiven.
Für Installationen mit zentraler Benutzerverwaltung wurde die OAuth-Anbindung erweitert. Benutzerrollen, Speicherkontingente und bevorzugte Benutzernamen lassen sich jetzt bei jeder Anmeldung mit einem externen Authentifizierungsdienst wie Keycloak, Authentik oder Authelia synchronisieren. Bisher erfolgte dieser Abgleich nur bei der erstmaligen Registrierung.
Daneben enthält Immich 3.3 zahlreiche Fehlerkorrekturen für Server, Web-UI und die Mobil-Apps. Zudem wurde die Dokumentation verbessert. Hier kam beispielsweise eine Anleitung zur Installation auf QNAP-NAS hinzu.