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PS5: Ex-PlayStation-Chef warnt vor Ende physischer Spiele
Shawn Layden, früherer Chef der PlayStation Worldwide Studios, hält den geplanten Abschied von physischen PlayStation-Spielen für einen Fehler. Er warnt, dass Sonys Plan der Marke schaden könnte. Sammler seien trotz der wachsenden Bedeutung digitaler Plattformen eine wichtige Zielgruppe, betonte Layden.
Seine abweichende Meinung äußerte er im Podcast von The Expansion Pass, räumte dabei aber auch ein, dass digitale Spiele unbestreitbare Vorteile böten, beispielsweise, dass Spieler keine Disc mehr in die Hand nehmen müssten. Zugleich verändere das Ende physischer Spiele aber auch, was Kunden erwerben. Der Kauf werde dann zu einer bloßen Anschaffung des Zugangs zu einem Spiel.
Layden schätzte, dass etwa 80 Prozent der Menschen Spiele herunterladen und 20 Prozent nicht. Diese Minderheit sei jedoch „super wichtig“, sagte er. Er verglich Sammler mit Comic-Fans und bezeichnete sie als die treuesten der treuen Fans. Manche kauften ein Spiel sogar doppelt: ein Exemplar zum Spielen und ein weiteres, das versiegelt im Regal bleibt.
Auch Sony hatte angegeben, dass bereits 82 Prozent aller verkauften Einheiten vollständig digitale Spiele sind und nur noch heruntergeladen werden. Physische Spiele machen zudem nur noch rund vier Prozent der Einnahmen aus.
Sony hatte angekündigt, ab Januar 2028 keine Spiele mehr auf physischer Disc zu veröffentlichen. Trotz zahlreicher Kritik durch die Spieler hat der Konzern später bekräftigt, an seinem Vorhaben festzuhalten.
Layden betonte, dass er nicht mehr an den aktuellen Entscheidungen des Unternehmens beteiligt sei. Als möglichen Beweggrund von Sony für den geplanten Kurswechsel nannte er Tabellen, die auf Kostensenkung und die Abschöpfung von Gewinnen ausgerichtet seien. Er habe darin allerdings keine Einblicke mehr. Allerdings dürfte es wenig überraschen, dass diese offensichtlichen Gründe hinter der Änderung stecken.
Bei Microsoft sehe er hingegen den „Dreamcast-Moment“ für die Xbox gekommen, so der Ex-PlayStation-Chef. Er rät Microsoft zu einer klaren Entscheidung, da er nicht glaubt, dass Microsoft gleichzeitig eine starke Konsolenplattform und ein riesiger Multiplattform-Publisher sein könne. Die Xbox braucht exklusive Inhalte, um zu überleben. Microsoft habe jedoch nie einen klaren, dauerhaften Kurs für sein Konsolengeschäft gefunden.
Sega hatte sich nach dem Ende der Dreamcast im Jahr 2001 entschieden, keine neue Konsole mehr zu entwickeln, sondern stattdessen Spiele für andere Plattformen zu veröffentlichen.