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Unfälle mit E-Scootern: Das sind die häufigsten Ursachen und Verletzungen
von André Westphal
11. Okt. 2026 |
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E-Scooter sind hier im Blog immer wieder ein heiß diskutiertes Thema. Dabei geht es auch oft um die Fahrweise der Nutzer, insbesondere mit Leihscootern. Dem Thema hat sich auch der ADAC gewidmet. In einer Untersuchung hat man sich die häufigsten Unfallursachen und Verletzungsmuster genauer angesehen. Das ist auch deswegen wichtig, weil Kinder und Jugendliche immer häufiger betroffen sind.
Dabei betont der ADAC, dass die Unfallzahlen mit E-Scootern grundsätzlich steigen, dies aber auch daran liegt, dass eben immer mehr E-Scooter am Straßenverkehr teilnehmen. Vorwiegend in der Altersgruppe zwischen 10 und 18 Jahren gibt es dabei viele Verletzte. Die Hauptursachen liegen in falscher Nutzung: Fahren auf dem Bürgersteig, Fahren mit zwei Personen auf einem E-Scooter, Alkoholeinfluss oder auch unangepasste Geschwindigkeit.
Die ADAC-Unfallforschung hat sich dabei auch klinische Studien zu häufigen Verletzungsmustern angesehen. Verletzungen der oberen Extremitäten wie Arme, Schultern oder Hände sowie Kopf- und Gesichtsverletzungen treten am häufigsten auf. Die Szenarien weichen jedoch ab. Oberkörperverletzungen treten besonders dann auf, wenn es zu einem seitlichen Sturz mit einem E-Scooter kommt. In diesem Szenario sind häufig Verletzungen von Schultern oder Armen zu verzeichnen.
Ein weiteres Szenario sind Frontalunfälle. Die können etwa auftreten, wenn ein E-Scooter an einer Bordsteinkante hängenbleibt - siehe auch das Artikelbild. Dann kann der Fahrer über den Lenker geschleudert werden. Spannend: Laut ADAC können Fahrer so einen Sturz üblicherweise im Reflex abfedern und landen dann auf den Händen und Armen mit leichten Verletzungen. Ausnahme: Ist der Fahrer alkoholisiert, kommt es wegen eingeschränkter Reflexe oft zu Kopf- und Gesichtsverletzungen.
Der ADAC betont dabei, dass E-Scooter ein wichtiger Bestandteil von Mobilität seien, gerade in größeren Städten. Allerdings verzeihen sie bauartbedingt kaum Fahrfehler. Deswegen rät man den Fahrern, immer einen Helm zu tragen. Nun ja, ihr denkt jetzt bestimmt das Gleiche wie ich: Wird in der Praxis kaum jemand machen, erst recht nicht bei Leihscootern. Zudem mahnt man, Fahrten zu zweit auf einem Scooter zu unterlassen. Die Unfallgefahr steigt dann durch die veränderte Fahrdynamik stark an.
Auch da habe ich aber wenig Hoffnung: Ich wohne in Hamburg und sehe hier ehrlicherweise häufiger zwei Personen feixend auf einem E-Scooter herumrödeln als eine Person alleine. Genau das ist aber gefährlich: Laut Daten des Statistischen Bundesamts stieg die Zahl der sogenannten Mitfahrer-Unfälle im vergangenen Jahr um 60 %. Meistens sind hier Jugendliche oder junge Erwachsene die Verursacher.
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