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Pragmata: Capcom wollte das Sci-Fi-Spiel anfangs stärker auf Horror ausrichten
Lead Producer Masachika Kawata spricht über gestrichene Grusel-Elemente und die Konkurrenz im eigenen Haus mit Resident Evil.
Capcom hätte bei seinem erfolgreichen Sci-Fi-Action-Titel Pragmata beinahe noch mehr auf Horror-Elemente gesetzt.
In einem Interview verrät Lead Producer Masachika Kawata, dass das Team anfangs viel mit der Ausrichtung des Projekts experimentierte.
In dieser Phase kam auch die Idee auf, einen düstereren und gruseligeren Kurs einzuschlagen. Das war grundsätzlich vermutlich kein schlechter Gedanke, allerdings stand dem Resident Evil gewissermaßen im Weg.
Masachika Kawata ist ein erfahrener Videospiel-Producer bei Capcom. Er prägte über viele Jahre hinweg maßgeblich die Entwicklung der Resident-Evil-Reihe und zeichnet auch als Lead Producer für Pragmata verantwortlich.
"Zwischendurch gab es tatsächlich die Idee, das Spiel etwas stärker auf Horror auszurichten …", verrät Kawata. "Wenn man etwas Abstand nimmt, wird klar: Das sollte eine neue Reihe, eine neue Marke werden. Horror überschneidet sich stark mit Resident Evil – für diesen neuen Titel erschien uns das schlicht nicht als der überzeugendste Ansatz."
Bevor das Team eine Art Resident Evil im Weltraum abliefert – und sich womöglich aufgrund dessen mit Capcoms erfolgreicher Reihe messen lassen muss –, wählte es einen anderen Weg.
Ob das nun die richtige oder falsche Entscheidung war … wer weiß das schon? Es bleibt unklar, wie weit diese Gedankenspiele fortgeschritten waren.
Mit dem, was schließlich aus Pragmata wurde, konnte Capcom auf jeden Fall überzeugen, wie ihr auch in unserem Test nachlesen könnt.
Damals schrieb Alex: "Pragmata hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es sieht gut aus, fühlt sich bestens an und liefert mit interessanten Mechaniken clevere Anreize, sich so richtig auszuprobieren und einen Shooter mal etwas anders zu spielen, als mit dem Auge nur auf Headshots zu stieren. Aus dem Szenario und der Handlungsprämisse hätte man deutlich mehr herausholen können, und ich befürchte, nur wenige werden eine erinnerungswürdige Beziehung zu Diana aufbauen. Aber am Ende ist das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren auf spielerischer Ebene ein gelungenes Experiment und darauf kommt es an."