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heise+ | Passkeys: Wie lange es noch bis zur passwortlosen Zukunft dauert – ein Interview
FIDO-Alliance-CEO Andrew Shikiar berichtet im c't-Interview über den Stand der Dinge bei Passkeys und fordert von Diensteanbietern den Verzicht auf Passwörter.
(Bild: evkaz/Shutterstock.com, Bearbeitung heise medien)
Mit Passkeys loggt man sich schneller ein als mit Passwörtern, und sicherer sind sie auch. Seit Konzerne wie Google, Amazon und PayPal die Anmeldung per Passkey anbieten und viele gängige Passwortmanager die Schlüssel verwalten können, gehört das Anmeldeverfahren zum Alltag vieler Internetnutzer. Laut der FIDO-Alliance, die die Standards entwickelt, sind inzwischen mehr als fünf Milliarden Passkeys in Gebrauch.
Doch bei der Umsetzung hakt es mitunter. In einer Forschungsarbeit von August 2026 haben Sicherheitsforscher der Ruhr-Universität Bochum und weiterer Hochschulen 103 Webseiten mit Passkey-Login untersucht: Keine davon setzte alle Prüfungen um. Bei 18 Webseiten fanden sie kritische Lücken, über die sich Konten übernehmen oder Nutzer aussperren ließen. Dazu kommt das Problem, dass viele Dienste neben Passkeys weiterhin Passwörter als alternative Login-Methode zulassen – so bleiben die Benutzerkonten anfällig. Drei Jahre nach unserem vergangenen Gespräch haben wir Andrew Shikiar, Executive Director und CEO der FIDO-Alliance, gefragt, wie der Branchenverband darauf reagiert und wie weit der Weg in die passwortlose Zukunft noch ist.
c’t: Herr Shikiar, seit unserem letzten Gespräch vor drei Jahren hat sich die Anzahl der Dienste, die Passkeys unterstützen, vervielfacht. Was würden Sie sagen, wie lange wird es noch dauern, bis die passwortlose Zukunft da ist, die man auf der Apple-Konferenz WWDC im Jahr 2022 ins Auge gefasst hat?
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