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Entwarnung am Flughafen Nürnberg nach vermeintlicher Flugzeugentführung
Der Nürnberger Flughafen war wegen eines vermeintlich in Not geratenen Flugzeugs am Mittag für den Flugverkehr gesperrt.
Der Nürnberger Flughafen war wegen eines vermeintlich in Not geratenen Flugzeugs am Mittag für den Flugverkehr gesperrt. Das Cockpit einer Maschine aus Korfu hatte einen Entführungsfall gemeldet – Grund dafür war aber wohl nur ein technischer Defekt.
Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am 13.10.2026 um 12:45 Uhr.
Am Dienstagmittag wurde der Flughafen Nürnberg für rund zwei Stunden von der Polizei abgesperrt und der Flugbetrieb eingestellt. Grund war eine vermeintliche "Luftnotlage" einer aus Korfu kommenden Maschine der Fluggesellschaft Corendon Airlines.
Wie die Polizei Mittelfranken mitteilte, war aus dem Cockpit der Code "7500" (Entführungsfall) gesendet worden, zudem sei der Pilot per Funk nicht mehr zu erreichen gewesen. Sicherheitshalber seien daraufhin diverse Alarmstarts ausgelöst worden. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der Notfallcode durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde.
"Da wir daraufhin das Cockpit nicht mehr erreichen konnten, beziehungsweise der Tower das Cockpit nicht mehr erreichen konnte, mussten wir eben vom Schlimmsten ausgehen, eben dass es sich tatsächlich um eine Geiselnahme handeln könnte", erläuterte ein Polizeisprecher die Lage kurz vor Mittag.
Gegen 13.20 Uhr erfolgte die offizielle Entwarnung. Inzwischen wurde der Betrieb wieder aufgenommen.
Die Passagiere des Flugzeugs mussten sich nach der Landung zunächst noch länger im Flugzeug aufhalten, durften es nach rund einer Stunde aber verlassen und wurden mit Bussen in die Ankunftshalle gebracht und dort von einem Notfallteam betreut. Alle Beteiligten sind laut Polizei wohlauf.
Zuvor waren laut Flughafensprecher auch Eurofighter im Einsatz gewesen, um die Maschine zu begleiten. Sie hätten inzwischen aber wieder abgedreht. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung hatten die Kampfjets des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 im bayerischen Neuburg an der Donau das Flugzeug im deutschen Luftraum begleitet. Dort stehen rund um die Uhr täglich zwei Eurofighter als sogenannte Alarmrotte bereit.
Wegen des Einsatzes kam es auch zu Einschränkungen im Bus- und U-Bahn-Verkehr in Nürnberg in Richtung Flughafen.