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"We are Jane Doe" - Protestdemo an US-Eliteuni
Der Fall einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der Eliteuniversität Cornell sorgt in den USA weiter für Empörung. Rund 1.000 Studierende versammelten sich zu einer Protestdemo. Die Uni kündigte neue Maßnahmen an.
Rund 1.000 Protestierende haben sich im Stadtzentrum von Ithaca versammelt. Nicht nur Studierende der Cornell-University, viele sind auch aus anderen Uni-Städten angereist. "Wollt ihr dafür sorgen, dass sich jetzt endlich etwas ändert?", fragt eine der Organisatorinnen die Menge. Und auf ihre Nachfrage "Wann?" fordern die Demonstrierenden: "Jetzt!"
Eine der Protestierenden ist Maishay Causey, Studentin der Politikwissenschaft und Mitglied im Studentenparlament an der Cornell-University. Sie haben der Universitätsleitung vertraut, dass sie den Vorwürfen nachgeht, sagt Causey. "Dass dieses Vertrauen so missachtet wurde, war für viele sehr enttäuschend."
Studierende der Cornell University sind wütend über die mangelhafte Aufklärung einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung.
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Das mutmaßliche Opfer der Gruppenvergewaltigung, eine Frau, die sich "Jane Doe" nennt, habe sich schon vor zwei Jahren an die Campus-Polizei gewandt, kritisiert die Studentin. Doch die Uni-Leitung sei erst aktiv geworden, nachdem Jane Doe Zivilklage gegen die mutmaßlichen Täter, sieben Verbindungsstudenten, eingereicht habe.
Causey kündigt Konsequenzen an: "Nicht nur die Dozenten werden der Uni-Leitung ihr Misstrauen aussprechen. Auch wir Studenten werden dies sehr bald tun."
Staatsanwaltschaft und die Uni selbst waren zuvor wegen mangelnder Aufklärung in die Kritik geraten.
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Was viele unter den Demonstranten besonders empört: Nur zwei der sieben Verbindungsstudenten mussten Cornell verlassen. Jane Doe dagegen hielt es nicht länger aus, mit ihren Peinigern in Vorlesungen zu sitzen. Sie verließ die Eliteuni.
Der 20-jährige Informatik-Student Nigel Tatem findet es wichtig, dass sich auch männliche Studenten an den Protesten beteiligen. Dass die mutmaßlichen Täter in der Tatnacht andere Verbindungsstudenten zum Mitmachen einluden, sieht er auch als Ergebnis eines toxischen Männlichkeitskults in vielen Studentenverbindungen:
Jungen Männern werde dort beigebracht, ein solches Verhalten zu tolerieren, kritisiert Tatem. "Deshalb sind wir für ein Verbot solcher Verbindungspartys."