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Autobahn: Notrufsäulen stehen wohl auf dem Prüfstand
von Carsten Knobloch
15. Okt. 2026 |
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Die klassischen Notrufsäulen am Rand deutscher Autobahnen dürften wohl alle von euch kennen, genutzt werden sie mittlerweile aber kaum noch. Kein Wunder, schließlich hat heutzutage so gut wie jeder ein Smartphone in der Tasche und neuere Fahrzeuge setzen ohnehin auf automatische Notrufsysteme wie eCall. Die Autobahn GmbH prüft deshalb aktuell, ob das Notrufsystem in seiner jetzigen Form überhaupt noch erhalten bleiben soll.
Das berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium. Staatssekretär Christian Hirte erklärte dazu laut Bericht auf eine parlamentarische Anfrage, dass die Notrufzahlen über das Säulensystem stark rückläufig seien. Durch die weite Verbreitung des Mobilfunks brauche man die Säulen schlichtweg kaum noch. Das Ziel der Überlegungen: Kosten senken, ohne das Niveau der Verkehrssicherheit zu gefährden. Interessant ist die Zahl der Fälle: So gab es im Jahr 2015 noch 84.124 Nutzungen, davon seien 6.958 Notfallmeldungen gewesen. Schon im Jahr 2021 hat es nur noch 33.509 Rufe gegeben, davon 3.755 Notfallmeldungen.
Ein Sprecher der Autobahn GmbH hat die Pläne wohl bestätigt. Bundesweit stehen aktuell noch rund 17.000 Notrufsäulen an den Strecken. Ganz billig ist der Unterhalt allerdings nicht. Für Betrieb, Wartung, Instandhaltung und die Notrufzentrale fielen im Jahr 2025 rund 4,5 Millionen Euro an. Im Jahr davor waren es sogar noch 8,2 Millionen Euro.
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