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TSMC-Quartal: Neue Chipfertigung wird zur Gelddruckmaschine
TSMCs neue Quartalszahlen sind einmal mehr bombastisch. Sie zeigen einen riesigen Zugewinn dank neuester Fertigungen, in denen die neuen N2-Prozesse acht Prozent des sehr hohen Gesamtumsatzes mit Wafern ausmachen. N3-Lösungen kommen sogar auf 33 Prozent Anteil, während das Unternehmen fast 4,5 Millionen Wafer lieferte.
Die N3-Fertigungsstufen haben nun N5 und ihre Varianten als wichtigste Fertigung abgelöst. Binnen eines Jahres stieg der Umsatzanteil von N3 von 23 auf 33 Prozent, während der Anteil von N5 von 37 auf 28 Prozent zurückging. Aber das sind die Zahlen, berechnet auf den auch gestiegenen Umsatz. Wird das angeglichen, hat sich der Anteil an 5-nm-Produkten nicht oder nur unwesentlich verringert, 3 nm und 2 nm haben jedoch überaus deutlich zugelegt.
Wie deutlich die beiden neueren Fertigungstechnologien den Umsatz steigern, zeigen die weiteren Zahlen. Der Umsatz stieg insgesamt um 50,9 Prozent, obwohl nur 9,6 Prozent mehr Wafer belichtet wurden. Das verdeutlicht, dass Produkte auf Basis von N3 und fortschrittlicheren Prozessen einschließlich N2 deutlich teurer sind.
Umgerechnet 46,72 Milliarden US-Dollar Umsatz hat TSMC so im abgelaufenen dritten Quartal 2026 erzielt, ein Anstieg um 50,9 Prozent. Der Gewinn legte sogar um 69 Prozent auf umgerechnet 23,37 Milliarden US-Dollar zu. TSMC-CEO C.C. Wei erklärte auf Nachfrage, dass das Wachstum ungebrochen sei und sich sogar noch verstärke. Aber damit kommt auch noch mehr Gewinn ins Haus, Wei erklärte hier sehr offen: „there is no ceiling in profitability“.
Das Geld steckt TSMC, wie stets berichtet, in den Ausbau. 20 Fabriken baut TSMC aktuell, 13 davon in Taiwan. Fokus ist hier unter anderem der A14-Prozess, der ab Ende 2027 in risk production geht und ab 2028 in Serie zur Verfügung stehen soll. Da 3-nm-Prozesse so wichtig bleiben, wird TSMC eine weitere Phase in Tainan für 3 nm errichten, schon die zweite Erweiterung der Fab 18 am Standort für eine „alte“ Technologie. So etwas hat TSMC früher nie gemacht, es wurden stets nur neue Fabs für auch neue Prozesse errichtet. Weiterhin wird TSMC, wo es auch nur geht, Fertigungskapazitäten von N5-Prozessen in N3 umwandeln.
Auf die Gerüchte, dass TSMC eine weitere Fabrik in den USA baut, reagierte TSMC diplomatisch und erklärte, man evaluiere viele Dinge. Eine Bestätigung ist das nicht, aber auch kein Dementi – eine Ankündigung offizieller Natur könnte also bald erfolgen. Auch die Mitarbeit an Elon Musks Terafab ist de facto bestätigt, TSMC erklärte sogar, dass man einen Teil nur selbst betreiben würde – zuvor klang das noch nicht so. Auch hier gilt es aber finale Details abzuwarten.