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Battlefield 6: Entwickler nehmen umstrittene XP-Drosselung nach Fan-Aufschrei zurück
Laut Battlefield Studios sorgte ein Backend-Fehler für den Dämpfer in Season 5. Das zeitgleich erschienene Shortcut-Kit für 26,99 Euro weckte böse Vermutungen.
Season 5 startete diese Woche wie geplant in Battlefield 6. Die meisten Neuerungen – neue Maps, Waffen, Fahrzeuge sowie Gameplay-Änderungen – kamen zwar gut an, dennoch begann die Season mit einem herben Dämpfer: Vorwürfe rund um den Einsatz generativer KI und ein massiver Einbruch bei den XP-Gewinnen trübten den Auftakt.
Direkt zum Start stellten Season-5-Spieler fest, dass sie spürbar weniger XP als gewohnt sammelten. Für zusätzliche Verwirrung sorgte, dass die Battlefield Studios vor dem Release des Patches keinerlei Änderungen an den XP-Raten kommuniziert hatte. Inzwischen ruderte das Entwicklerteam zurück: Die Anpassung sei "unbeabsichtigt" gewesen. Die XP-Raten laufen nun wieder auf ihren ursprünglichen Werten.
"Nach dem Launch von Season 5 führten Konfigurationsänderungen im Backend zu einem unbeabsichtigten Fehler, der die XP-Raten über alle Modi und den Hardware-Fortschritt (wie etwa bei Waffen) beeinträchtigte", erklärte der offizielle X-Account von Battlefield Comms. "Wir haben diese Backend-Änderungen mittlerweile rückgängig gemacht. Unser Team behält die Telemetriedaten genau im Auge, damit die Raten in allen Spielbereichen wieder das vorgesehene Niveau erreichen. Vielen Dank für eure Geduld und euer Feedback, während wir das Problem weiter im Blick behalten."
Bereits in Battlefield 3 und Battlefield 4 bot Electronic Arts kostenpflichtige Shortcut-Pakete an, um Waffen, Gadgets und Fahrzeuge sofort freizuschalten. Fallen solche Pakete zeitlich mit XP-Drosselungen zusammen, wächst in der Community regelmäßig der Verdacht auf Pay-to-Progress-Absichten.
Ersten Tests zufolge konnten Spieler maximal 300 XP pro Minute verdienen – ein Wert, der deutlich unter den Raten vor dem Patch lag. In den zwei Tagen bis zur Stellungnahme der Battlefield Studios vermuteten viele, dass die Entwickler die XP-Ausbeute heimlich generft hatten. Denn die Drosselung fiel verdächtig genau mit dem Release des Ultimate Shortcut Kits zusammen, das pünktlich zum Start von Season 5 im Shop landete.
Das Ultimate Shortcut Kit kostet 26,99 Euro und levelt alle Klassen (inklusive Gadgets und Trainingspfaden) sowie 28 Waffen und acht Fahrzeuge komplett auf. Mit einem einzigen Klick schaltet ihr alle Aufsätze und Upgrades frei – ganz zu schweigen von Skins und weiteren Anpassungsoptionen, die sonst hinter Level-Grenzen gesperrt sind. Ähnliche Shortcut-Pakete gab es in der Battlefield-Reihe schon früher. Die zeitliche Nähe zu den angeblich unbeabsichtigten XP-Änderungen ließ viele Spieler jedoch böse Absichten vermuten.
Ebenfalls wenig hilfreich: Zum Start der Season kehrte ein bekannter, schwerwiegender Exploit zurück. Obendrein weckten einige Inhalte den Verdacht, per generativer KI erstellt worden zu sein – wie etwa der Charakter-Skin "Audacious Breach", auf dessen Arm-Patch das Wort "Secuty" statt "Security" steht.
Battlefield 6 hatte schon früher mit Problemen bei den XP-Raten zu kämpfen – vor allem bei den Waffen-XP. Die BF Studios feilten monatelang daran, wie man XP und Punkte im gesamten Spiel verdient, was zum Start von Season 4 in einem weiteren spürbaren Boost gipfelte.
Doch das Spiel stolpert in dieser Hinsicht immer wieder über ungewollte Patzer. Im Juni teilten die BF Studios der Community mit, dass XP-Booster künftig nur noch in Matches und nicht mehr nach Echtzeit herunterzählen. Die Fans jubelten – nur damit das Team die Anpassung kurz darauf wieder strich. Dasselbe Schauspiel wiederholte sich noch im selben Monat. Wenige Wochen später kündigte die Konkurrenz von Call of Duty an, dass Doppel-XP-Token in Modern Warfare 4 und Warzone künftig nur noch während aktiver Matches ablaufen, was die Spieler dort frenetisch feierten.