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Open Source Wettbewerb würdigt digital souveräne Projekte in öffentlichen Verwaltungen
Die Pokale des Open Source Wettbewerbs 2026 für Finalisten und Preisträger. Foto: Simon Salzig
Am 15. Oktober 2026 fand auf der Smart Country Convention in Berlin die Preisverleihung für den Open Source Wettbewerb für Behörden und öffentliche Institutionen statt. Vergeben wurden die Preise in vier Kategorien, darunter zum ersten Mal Künstliche Intelligenz.
Zum zweiten Mal fand dieses Jahr der von der Open Source Business Alliance (OSBA) veranstaltete Wettbewerb statt. Das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) begleitete die Initiative als ideeller Träger. Zudem unterstützte SUSE und Capgemini den Wettbewerb finanziell und organisatorisch. Die Schirmherrschaft hat das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung übernommen.
Der Open Source Wettbewerb richtet sich an öffentliche Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, die Open-Source-Software als Schlüssel zur digitalen Transformation ihrer Verwaltung nutzen. Nach eigenen Angaben soll der Wettbewerb wegweisende Projekte identifizieren, die durch den Einsatz von OSS die Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit öffentlicher Prozesse steigern.
Bei der ersten Ausgabe in 2025 wurden Preise in den drei Kategorien Fachverfahren, Interne Verwaltungsanwendungen und Transformation vergeben. Neu dazu kam dieses Jahr die Kategorie Künstliche Intelligenz. Zudem verlieh die Jury den Sonderpreis für Strategie & Leadership sowie den Community Award, für den mehr als 6.000 Stimmen im Community-Voting erteilt wurden.
Alle Jurymitglieder mit allen Finalisten des Open Source Wettbewerbs 2026. Foto: Simon Salzig
Die Jury, bestehend aus Verantwortungsträgern aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft, sichtete dieses Jahr 65 Einreichungen. Zwölf Finalisten durften ihre Projekte in Live-Pitches in Berlin vorstellen, von denen die folgenden Projekte einen Preis erhielten:
Fachverfahren: XMAS, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung Hamburg
XMAS ist ein frei verfügbares Werkzeug, mit dem Kommunen und Planungsbüros Bebauungspläne und kommunale Wärmepläne erfassen und prüfen können, ohne teure Spezialsoftware kaufen zu müssen. Die Jury hob hervor, dass die Lösung auch kleineren Kommunen offensteht. Bundesweit sind rund 11.000 Kommunen für die Bauleitplanung zuständig.
Interne Verwaltungsanwendungen: F13, InnoLab_bw des Staatsministeriums Baden-Württemberg