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Russland-Sanktionen auf Eis: Wie sich Trump Putin weiter annähert
Die Unterstützung von US-Präsident Trump für die Ukraine war schon immer zurückhaltend. Mit den ausgesetzten Sanktionen kommt er dem russischen Präsidenten weit entgegen. Auch in den USA wird er dafür massiv kritisiert.
Letztens bei CNN: James Talarico, Kandidat der Demokraten in Texas für einen Sitz im US-Senat, diskutiert mit Bürgern. Ein Student fragt ihn: "Warum sollten wir der Ukraine all das Geld geben, anstatt es in unsere Gemeinden zu stecken und unseren Mitbürgern in Texas zu helfen?"
Talarico antwortet: "Im Zweiten Weltkrieg haben wir gelernt: Wenn wir einem Aggressor in Europa nicht die Stirn bieten, rächt sich das später. Wir müssen die Ukraine und unsere NATO-Verbündeten stärken, während sie sich der russischen Aggression entgegenstellen - damit wir das nicht tun müssen."
In gewisser Weise sehe er das als eine kostensparende Maßnahme.
Erst macht der US-Präsident einen umstrittenen Diesel-Deal mit Moskau, nun setzt Trump Sanktionen aus.
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In den USA sind es jetzt vor allem die Demokraten, die zur Ukraine stehen. Und einige Republikaner, die wissen: Bis Donald Trump die Bühne betrat, kämpfte ihre Partei für Freiheit und Demokratie. Führende Köpfe von Trumps MAGA-Bewegung sind hingegen pro-russisch eingestellt.
Am Donnerstag sagt der Präsident dem Sender Newsmax: "Wenn Sie mir sagen, dass (der ukrainische Präsident) Selenskyj wieder Raffinerien beschießt - dadurch lässt er den weltweiten Ölpreis steigen. Das ist eine Schande. Es gibt auch viele andere Ziele." Ohnehin wolle der ukrainische Präsident keine Übereinkunft für ein Ende des Krieges.
Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen: Trump hat die Seiten gewechselt. So kaufen die USA nun wieder russischen Diesel, und das Weiße Haus - so Medienberichte - drosselte das Satellitensystem Starshield. Trump dementiert dies allerdings. Die Ukraine nutzt das System, um russische Ziele innerhalb der Ukraine anzugreifen.
In der Ukraine scheint für viele klar: Die Starlink-Ausfälle sind kein Zufall, sondern politisch gewollt.
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Richard Haass, ehemaliger Diplomat und Mitarbeiter in der Administration von George W. Bush, ist nicht überrascht. "Das passt zu gut zum Muster der US-Außenpolitik in den letzten anderthalb Jahren in Bezug auf diesen Krieg. Immer wieder haben wir Dinge für Russland getan - und Dinge gegen die Ukraine. Das ist einfach nur die jüngste Entwicklung in dieser Reihe."