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Power to the Players Act: US-Politiker fordert Gesetz für echten Besitz von digitalen Videospielen
Ein neuer US-Gesetzesentwurf fordert echten Besitz von digitalen Videospielen, die Pflicht für Offline-Modi sowie das Recht auf Weiterverkauf.
In einem neuen Entwurf plant der US-Politiker Ritchie Torres ein Gesetz, welches die Besitzverhältnisse von Videospielen definiert und Entwickler zwingt, Offline-Modi in ihre Spiele einzubauen, bevor Server abgeschaltet werden können. Damit reiht sich der Politiker in eine Reihe an Bemühungen ein, die Verbraucherrechte von Spielern gegen die zunehmende Konzernmacht zu stärken. In Europa gab es zuletzt die Stop Killing Games-Initiative, die derzeit auch gegen den EU Kids-Act vorgeht.
Nicht erst seitdem Sony das Ende der Disc-Produktion für das Jahr 2028 angekündigt hat, türmen sich die Bedenken um Verbraucherrecht und Besitzverhältnisse bei digitalen Spielen. Bereits die Abschaltung der Server von Ubisofts The Crew sorgte für die Stop Killing Games-Initiative. Obwohl über eine Million Unterschriften erreicht wurden, hat die EU-Kommission den Antrag im Juni abgelehnt.
Während nun parallel um den EU Kids-Act gestritten wird, hat sich die Organisation auch hier eingeschaltet und warnt vor den möglichen Folgen für den Datenschutz sowie vor Einschränkungen der digitalen Nutzerfreiheit. Auch in Brasilien und den USA folgten ähnliche Vorhaben. Ziel ist es grundsätzlich, Verbraucherrechte zu stärken, Besitzrechte von Videospielen zu definieren und zu verhindern, dass Online-Games unspielbar werden, sobald Server abgeschaltet werden.
Ritchie Torres ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei und vertritt seit 2021 den 15. Kongressdistrikt von New York (Bronx) im US-Repräsentantenhaus. Er gilt als einer der jüngsten und aktivsten Abgeordneten des Kongresses und macht sich regelmäßig für Verbraucherschutz, digitale Rechte und Finanzreformen stark.
Ein neuer Gesetzesvorschlag des Repräsentanten Ritchie Torres soll nun den Kauf von digitalen Spielen als echten Besitz deklarieren. Ein Spiel für 80 Euro zu kaufen, könne nicht bloß als gemietete Lizenz verstanden werden, die jederzeit entzogen werden könnte. Dabei möchte Torres nicht nur den klar definierten Besitz der Spiele ermöglichen, sondern auch den Weiterverkauf. Da es sich demnach um Eigentum handle, müsse es auch die Möglichkeit eines Weiterverkaufs geben.
Zu beachten ist, dass es sich hierbei um einen Gesetzesentwurf handelt, der erst noch den US-Kongress passieren muss, bevor er die Chance hat, Realität zu werden. Ob das wirklich gelingt, bleibt fraglich. Auch wenn Aussichten nicht unbedingt rosig sind, halte ich es für wichtig, dass solche und ähnliche Gesetzesentwürfe weiter gestellt werden und Verbraucherrechte nicht einfach aufgegeben werden.