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iPhone Duo: Bestellchaos, kleiner Formfaktor und sich ankündigende Schlangen
Seit Freitag lässt sich Apples erstes Foldable ordern. Es entstand ein beispielloser Hype. Einige erste Erkenntnisse zum Verkaufsstart des iPhone Duo.
Wer sich ein iPhone Duo wünscht, braucht derzeit entweder viel Geduld – oder viel Geld. Der Verkaufsstart am Freitag endete für viele Kunden im Frust: Es dauerte anfangs nur drei Minuten, bis die Verfügbarkeitszeit nach hinten rutschte – zuerst in den November, dann in den Dezember und schließlich in den Januar. Obendrein ließ sich die Bestellseite auf Apple.com zwischenzeitlich nicht aufrufen, nur ein Ordern über die Apple-Store-App funktionierte. Wer jetzt ein Duo bestellen will, wird mit dem 22. Januar als Auslieferungstermin konfrontiert. Das sind immerhin drei Tage weniger als das späteste Datum, das am Freitag angezeigt wurde (25. Januar). Apple selbst teilte mit, die Nachfrage sei „schlicht außergewöhnlich“ gewesen. Der Konzern verrät allerdings nicht, wie viele Stückzahlen er absetzen konnte – und vor allem auch nicht, wie viele Geräte überhaupt im Vorrat waren. Auf eBay tauchten zwischenzeitlich Angebote für 5000 US-Dollar und mehr auf, die Menschen eingestellt hatten, die eine „festzugesagte Vorbestellung“ aufgegeben hatten.
Wem die Vorbestellung tatsächlich glückte, erhält sein Gerät nun zum Freitag, dem 23. Oktober – das ist der offizielle Verkaufsstart. Apple kündigte an, dass seine Ladengeschäfte Geräte „zum Erleben“ vor Ort haben werden. Unklar bleibt, ob es dem Unternehmen gelingt, auch (vermutlich kleinere) Stückzahlen für Menschen ohne Vorbestellung bereitzustellen. Interessenten kündigten schon an, vor den Apple Retail Stores campen zu wollen.
Apple scheint darauf vorbereitet und dürfte die Bilder marketingmäßig nutzen. Aufgrund der großen unbefriedigten Nachfrage könnte die Schlange schon deutlich vor Freitag starten – und das nur für das Privileg, mindestens 2300 Euro auszugeben. Wer sich dafür interessiert, sollte lieber bei größeren Läden vor der Tür stehen, wie ein Insider berichtete – diese haben mehr Lagerplatz für „Drop-in“-Ware. Das heißt etwa in Berlin, dass der Kudamm-Store die bessere Wahl gegenüber dem kleineren Laden in der Rosenthaler Straße wäre.
Unterdessen haben Kunden erste Einblicke in den Formfaktor des iPhone Duo erhalten können. Apple verkauft nämlich bereits Zubehör für sein erstes Foldable: das Folio mit Standfuß und das offizielle Case. Beide sind gut dafür geeignet, sich mit der Größe des iPhone Duo vertraut zu machen. Wer bislang ein Pro-Max-Modell verwendet hat, wird sich an vergleichsweise wenig Platz im zugeklappten Zustand gewöhnen müssen – der minimal durch etwas mehr Breite ausgeglichen wird.
Denn dann ist das Duo weniger hoch als ein iPhone 13 mini (das 5,4 Zoll hatte). Aber auch im aufgeklappten Zustand (hochkant) ist das Duo kaum größer als ein Pro Max, wenn es ebenfalls hochkant liegt. Dafür ist auch hier etwas mehr Breite vorhanden. Es wird spannend, zu sehen, wie Apps mit dem neuen Formfaktor umgehen – beziehungsweise was passiert, wenn diese noch nicht ans Duo angepasst sind. Schön ist allerdings: Das Passformat des iPhone Duo passt in (fast) jede Hosentasche.
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