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Windows 10 LTSB und Server 2016: Supportende zwingt zu ESU oder Migration
Windows 10 Enterprise und IoT Enterprise LTSB 2016 sowie Windows Server 2016 verlieren den Support. ESU bieten Aufschub bis zur Migration.
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Microsoft hat den Support für Windows 10 Enterprise LTSB 2016 und Windows 10 IoT Enterprise LTSB 2016 am 13. Oktober 2026 beendet. Am 12. Januar 2027 folgt Windows Server 2016. Damit stehen in vielen Umgebungen Client- und Servermigrationen nahezu gleichzeitig an. iX ordnet die Termine ein, erläutert die Bedingungen für Extended Security Updates (ESU) und zeigt Migrationswege auf.
An einem Leitstand in der Fertigung arbeitet ein Industrie-PC unter Windows 10 IoT Enterprise LTSB 2016. Freigaben und Druckwarteschlangen stellt ein Dienst auf Windows Server 2016 im selben Betrieb bereit. Der Client hat am 13. Oktober sein letztes reguläres Sicherheitsupdate erhalten; beim Server endet die reguläre Versorgung am 12. Januar 2027. Für beide Systeme gibt es ESU-Programme, deren Voraussetzungen der Betrieb prüfen muss.
Zwischen dem Supportende der LTSB-Clients und dem der Serverausgabe liegen drei Monate. Bezahlte Sicherheitsupdates für Windows 10 LTSB 2016 lassen sich seit dem 1. April 2026 beziehen. Wer Clients und zugehörige Dienste getrennt migriert, muss ihre Abhängigkeiten bei beiden Schritten berücksichtigen.
Der Oktobertermin betraf nicht nur die LTSB-Ausgaben. Auch Office 2021 und Office LTSC 2021 erreichten ihr Supportende. Windows Server 2012 und 2012 R2 haben ihr drittes und letztes ESU-Jahr abgeschlossen. Windows Server 2022 wechselte vom Mainstream- in den erweiterten Support; dieser läuft bis Oktober 2031. Wenige Wochen später endet außerdem der Support für .NET 8.
Mit Windows Server 2016 erreichen auch weitere Produkte und Komponenten aus diesem Umfeld ihr Supportende. Dazu zählen Hyper-V Server 2016, Windows Storage Server 2016, Windows Server Update Services, Windows Defender, IIS 10 und .NET Framework 4.6.2. Einen Tag zuvor läuft der Support für die System-Center-2016-Familie aus, darunter Operations Manager und Virtual Machine Manager.
Ein Sonderfall sind Sitzungshosts: Microsoft-365-Apps werden auf Windows Server 2016 seit dem 14. Oktober 2025 nicht mehr regulär unterstützt. Sicherheitsupdates für die Desktopanwendungen liefert Microsoft dort jedoch noch bis zum 10. Oktober 2028. Neue Funktionen erhalten diese Installationen nur bis zu einer festgelegten Version. Ohne ESU arbeitet ein solcher Terminalserver ab Januar 2027 zwar weiterhin mit Sicherheitsupdates für die Office-Anwendungen, aber ohne Patches für das Betriebssystem.
Im naheliegenden Ausweg auf die nächstjüngere LTSC-Ausgabe steckt eine Falle. Viele Betriebe haben Windows 10 Enterprise LTSC 2021 als Nachfolger vorgesehen, weil passende Images bereits vorhanden sind. Dessen regulärer Support endet jedoch schon am 12. Januar 2027. Für diese Ausgabe bietet Microsoft anschließend ein eigenes ESU-Programm an. Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 wird dagegen regulär bis Januar 2032 unterstützt; das ESU-Angebot für Enterprise LTSC 2021 gilt nicht für die IoT-Ausgabe.
Windows 10 Enterprise LTSB 2016 und Windows 10 IoT Enterprise LTSB 2016 haben am 13. Oktober 2026 ihr letztes reguläres monatliches Update erhalten. Kostenpflichtige ESU sind für bis zu drei Jahre vorgesehen. Voraussetzung auf dem Gerät sind mindestens das Servicing-Stack-Update KB5122874 und das Sicherheitsupdate KB5123099 vom September 2026. Den Schlüssel für die Enterprise-Ausgabe liefert das Microsoft-365-Admin-Center, den für die IoT-Ausgabe der OEM-Partner. Ein öffentlicher Preis für dieses ESU-Programm ist nicht genannt.