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Louvre: Weiterhin keine Spur von den geraubten Kronjuwelen
Vor einem Jahr erbeuteten Diebe die französischen Kronjuwelen aus dem Pariser Louvre. Mittlerweile wurden die Sicherheitsvorkehrungen des Museums verschärft, aber vom Schmuck fehlt weiterhin jede Spur.
Im Apollon-Saal des Louvre wimmelt es wieder von Besuchern. Am Ende des imposanten, 60 Meter langen Saals ist das Fenster mit dem Balkon, der um die Welt ging. An einem Sonntagmorgen um 9:34 Uhr schoben sich hier die zwei Louvre-Einbrecher durch eine der Glasöfffnungen. Ein Jahr später gehen die meisten Louvre-Besucher achtlos an dem Fenster vorbei. Nur einige französische Jugendliche aus der Stadt Tours bleiben stehen und wissen Bescheid: "Das kam damals im Fernsehen und ging durch alle Medien."
Und was geht ihnen nun durch den Kopf direkt am Tatort von damals? "Das ging sehr schnell. Vorher war es voll hier und jetzt ist es leer." In der Tat steht im goldglänzenden Apollon-Saal keine einzige Vitrine mehr.
FAQ
19.10.2025
Nur vier Minuten brauchten vermummte Diebe, um Schmuckstücke von unschätzbarem Wert zu erbeuten.
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Ein Jahr später sind die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Apollon-Saal sichtbar verbessert worden. Vor dem berühmten Fenster mit Balkon ist jetzt wieder ein dickes Eisengitter - so wie vor gut 20 Jahren schon einmal. Am reparierten Fenster selbst ist von außen eine moderne Kamera sichtbar. Unten an der Straße zur Seine hin wurde ein Wellblechzaun hochgezogen, etwa fünf Meter hoch und oben mit extra scharfem Stacheldraht.
Trotzdem werden die nicht gestohlenen sonstigen Kronjuwelen aus dem Apollon-Saal dort vorerst nicht mehr ausgestellt. Der neue Louvre-Direktor geht auf Nummer sicher. Christophe Leribault bei der Wiedereröffnung des Saals im Juli: "Was die Juwelen selbst angeht, den Diamanten Le Régent zum Beispiel, müssen wir jetzt einen hoch gesicherten Extraraum schaffen. Es wird noch etwas dauern, bis wir die Juwelen zeigen können."
Fünf Verdächtige seien im Großraum Paris festgenommen worden, hieß es von der Staatsanwaltschaft.
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Der 63-jährige Leribault ist seit Februar im Amt. Seine Vorgängerin Laurence des Cars musste gehen, weil der Louvre, das größte Museum der Welt, auf einmal nur noch für Pleiten, Pech und Pannen stand.
Erst der spektakuläre Louvre-Coup, dann gab es Wasserschäden, Decken, die einzustürzen drohten, wochenlange Streiks und noch einen Ticketbetrug im großen Stil. Vor einer Senatskommission musste der neue Louvre-Direktor im Sommer noch einräumen, dass das Museum trotz aller Anstrengungen in einem äußerst kritischen Zustand bleibe: "Der Louvre ist am Ende seiner Kräfte", so der neue Direktor wörtlich.