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Reiche verspricht Milliarden für Wasserstoff-Ausbau
Der Markt für Wasserstoff kommt nur langsam in Gang. Wirtschaftsministerin Reiche will nun mit Milliardenhilfen für die Industrie und Anreizen für klimafreundlichen Stahl gegensteuern.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will den schleppenden Aufbau des Wasserstoffmarktes in Deutschland mit einer Milliardenförderung und neuen Anreizen voranbringen. Ihr Ministerium stellte dazu in Berlin ein Paket mit zehn Maßnahmen vor.
Kernstück ist eine Förderung von mindestens 1,5 Milliarden Euro für Industrieunternehmen, die ihre Produktion auf Wasserstoff umstellen. Zudem soll die Umrüstung von Gaskraftwerken auf Wasserstoff unterstützt und die Nachfrage nach klimafreundlich produziertem Stahl angekurbelt werden.
Der Aufbau des Marktes verzögere sich gegenüber bisherigen Erwartungen, erklärte das Ministerium. Die Produktionskosten lägen weiterhin deutlich über denen fossiler Alternativen.
Bundeswirtschaftsministerin Reiche will Gaskraftwerke fördern, die auch Wasserstoff verbrennen können.
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Die zusätzlichen Hilfen für die Industrie sollen im Rahmen sogenannter CO2-Differenzverträge vergeben werden. Damit gleicht der Staat über einen Zeitraum von 15 Jahren Mehrkosten aus, die Unternehmen durch die Umstellung auf klimafreundliche Verfahren entstehen.
In der nächsten Ausschreibungsrunde 2027 soll erstmals ein eigenes Förderbudget für Wasserstoffprojekte mit mindestens 1,5 Milliarden Euro reserviert werden. Bei hoher Nachfrage könne das Volumen aufgestockt werden, hieß es.
Grüner Wasserstoff gilt als essenziell fürs Erreichen der Klimaziele. Er kann auch aus der Wüste kommen.
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Darüber hinaus ist die Förderung von Gaskraftwerken mit einer Gesamtleistung von vier Gigawatt für den späteren Betrieb mit Wasserstoff geplant. Vorgesehen sind Ausschreibungen für zunächst zwei Gigawatt 2027, die ab 2040 mit Wasserstoff laufen sollen. Weitere zwei Gigawatt sollen zwischen 2030 und 2032 ausgeschrieben und ab 2043 umgestellt werden.
Der Staat solle die wirtschaftliche Lücke überbrücken, die durch Umrüstkosten und die höheren Betriebskosten im Vergleich zu Erdgas entstehen würden. Die Details würden derzeit ausgearbeitet, so das Ministerium.