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LineageOS 24 bringt Android 17 auf zahlreiche Smartphones
Mit LineageOS 24.0 steht die neueste Version der freien Android-Alternative bereit. Neben Android 17 als Basis bringt das Release überarbeitete Anwendungen, einen neuen Bildeditor und Werkzeuge zur Installation direkt aus dem Browser. Auch ältere Geräte profitieren weiterhin von Sicherheitsupdates.
Das LineageOS-Projekt hat am 11. Oktober Version 24.0 seiner quelloffenen Android-Distribution vorgestellt. Sie basiert auf Android 17, das Google im Juni veröffentlicht hat. Die Entwickler konnten ihre Anpassungen dieses Mal schneller als erwartet auf die neue Android-Basis übertragen. Nach eigenen Angaben hat LineageOS 24.0 hinsichtlich Funktionsumfang und Stabilität den Stand der Vorgängerversion 23.2 erreicht. Die Bereitstellung der Builds für unterstützte Geräte erfolgt schrittweise.
Neben den Neuerungen von Android 17 haben die Entwickler zahlreiche mitgelieferte Anwendungen überarbeitet und teilweise auf Material Design 3 Expressive umgestellt. Neu ist der Bildeditor Canvas, der grundlegende Funktionen wie Zuschneiden, Weißabgleich und Filter bereitstellt. Er ergänzt die Galerie Glimpse und die Kamera-App Aperture.
Auch der Musikplayer Twelve wurde verbessert. Er lädt umfangreiche Musiksammlungen schneller, zeigt häufig abgespielte Alben und Genres an und bietet eine verbesserte Jellyfin-Unterstützung. Der Browser Jelly unterstützt nun Webanwendungen über Verknüpfungen. Umfassend überarbeitet wurde zudem der systemeigene Updater. Auch der Einrichtungsassistent erhielt eine modernisierte Oberfläche und neue Animationen.
Eine weitere Neuerung sind browserbasierte Flash-Werkzeuge, die mittels WebUSB direkt mit kompatiblen Geräten kommunizieren. Unterstützt werden ADB, Fastboot sowie die Flash-Protokolle von Amlogic und Samsung Odin. Damit entfällt bei geeigneter Hardware die Installation separater Flash-Programme auf dem Rechner. Die neuen Werkzeuge stehen unter flash.lineageos.org bereit. Sie ersetzen allerdings nicht die gerätespezifischen Installationsanleitungen im LineageOS-Wiki, die weiterhin den offiziell unterstützten Installationsweg beschreiben.
Sicherheitspatches aus dem Zeitraum von August 2025 bis Oktober 2026 wurden in die Entwicklungszweige von LineageOS 18.1 bis 24.0 übernommen. Bei älteren Versionen bedeutet dies allerdings nicht zwangsläufig, dass sämtliche bekannten Sicherheitslücken geschlossen sind. Für Geräte mit den alten Linux-Kerneln 4.4 und 4.9 zieht das Projekt eine Grenze. Sie bleiben offiziell auf LineageOS 22.2 beschränkt, da die notwendigen Anpassungen für neuere Android-Versionen zunehmend schwer zu warten sind. Sicherheitsupdates sollen für diese Geräte weiterhin bereitgestellt werden, solange Google entsprechende Bulletins für Android 15 veröffentlicht.
Die umfangreiche Geräteliste umfasst unter anderem zahlreiche Pixel-Smartphones von Google, Modelle von Motorola, OnePlus und Fairphone sowie das Nothing Phone. Neu hinzugekommen sind etwa die Pixel-10-Familie und das OnePlus 15. Insgesamt führt das Changelog 24 neu aufgenommene Geräte beziehungsweise Geräteeinträge auf.
Wer bereits eine offizielle LineageOS-Version verwendet, kann in der Regel ohne Löschen der Nutzerdaten auf Version 24.0 wechseln. Ein automatisches Upgrade über den normalen Updater ist beim Wechsel der Hauptversion allerdings nicht vorgesehen. Stattdessen müssen Anwender die jeweilige Upgrade-Anleitung befolgen.
Am 24. Dezember feiert LineageOS zudem sein zehnjähriges Bestehen. Das Projekt entstand Ende 2016 als Nachfolger von CyanogenMod und hat sich seither zu einer wichtigen Alternative zu den Android-Versionen der Gerätehersteller entwickelt.