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Bluetooth-Update: AirPods koppeln unter Windows 11 bis zu 15 Sekunden schneller
Microsoft überarbeitet Bluetooth mit dem Oktober-Update für Windows 11 an zahlreichen Stellen. So sollen AirPods bis zu 15 Sekunden schneller koppeln, zugleich verspricht der Konzern zuverlässigere Verbindungen, korrekte Statusanzeigen sowie Verbesserungen bei Mikrofonen und Audio. Die Verteilung erfolgt erneut schrittweise.
Technische Grundlage sind laut Microsoft Verbesserungen, die bereits mit Windows 11 Build 26200.8737 Einzug gehalten haben. Vor allem die Schnelleinstellungen sollen das Verbinden und Koppeln von Headsets vereinfachen, während mittlerweile ein Großteil der Bluetooth-Funktionen direkt über die Einstellungen erreichbar ist. Für einzelne Funktionen wie das Senden und Empfangen von Dateien kommen allerdings weiterhin ältere Win32-Komponenten zum Einsatz. Auch bei der technischen Zuverlässigkeit der Bluetooth-Verbindungen konnten die bisherigen Überarbeitungen der Oberfläche nicht in allen Bereichen mithalten.
Ein Beispiel dafür waren fehlerhafte Statusinformationen, bei denen bereits getrennte Headsets in den Schnelleinstellungen weiterhin als verbunden erscheinen konnten. Der anschließende Versuch, die vermeintlich bestehende Verbindung manuell zu trennen, bewirkte nicht selten das Gegenteil und stellte diese erneut her. Mit dem Oktober-Update soll Windows den tatsächlichen Verbindungsstatus von Bluetooth-Geräten nun korrekt erkennen, sodass derartige Probleme künftig nicht mehr auftreten sollten.
Darüber hinaus nimmt sich Microsoft ungewöhnlich langwieriger Kopplungsvorgänge an. Betroffen waren in einigen Fällen auch Apples AirPods, bei denen Windows mitunter mehrere Minuten benötigte, bevor ein Verbindungsversuch letztlich in einen Timeout mündete. Die Ursache soll in Windows und nicht in einer Einschränkung auf Seiten Apples gelegen haben. Für AirPods nennt Microsoft nach dem Update eine um „bis zu 15 Sekunden“ verkürzte Kopplungsdauer. Der Konzern betont jedoch, dass dieser Maximalwert nicht bei jedem Modell und jeder Konfiguration erreicht wird.
Weitere Anpassungen betreffen unter anderem die Lautstärkesteuerung während eines Gesprächs. Wird die Lautstärke über physische Tasten oder Touch-Bedienelemente am Headset verändert, zeigt Windows 11 künftig ebenfalls seine Lautstärkeanzeige an. Bislang erschien diese in den betroffenen Fällen lediglich bei Änderungen über die Schnelleinstellungen. Das Verhalten soll insbesondere Audio-Zubehör auf Basis von Bluetooth Classic betroffen haben.
Daneben behebt Microsoft weitere Fehler. So konnte das Funkmodul bislang aktiv bleiben, obwohl Bluetooth in den Einstellungen unter „Bluetooth & Geräte“ bereits deaktiviert worden war. Verbesserungen an der Mikrofonkompatibilität sollen bei bestimmten Headsets außerdem für weniger Aussetzer sorgen. Welche Modelle konkret davon profitieren, lässt das Unternehmen allerdings offen.
Auch die Zuverlässigkeit und Stabilität der Audio-Wiedergabe sollen mit dem Update steigen. Microsoft stellt eine stabilere Kopplung und Wiederverbindung sowie Verbesserungen bei Audio und Telefonaten in Aussicht. Für die Funktion zur gemeinsamen Audio-Wiedergabe unter Bluetooth versprechen die Entwickler darüber hinaus eine höhere Klangqualität und weniger Fehler.
Mit der Installation des kumulativen Oktober-Updates 2026 stehen die Neuerungen allerdings nicht zwangsläufig sofort auf jedem System bereit, denn Microsoft schaltet die Verbesserungen wie gewohnt nur schrittweise frei. Unter Windows 11 Build 26300.9711, 26200.9711, 26100.9711 oder neuer sollen sie deshalb in den darauffolgenden Tagen automatisch aktiviert werden. Die Option zum frühzeitigen Erhalt der neuesten Updates kann die Freischaltung beschleunigen, garantiert dies aber nicht. Bis sämtliche Änderungen verfügbar sind, können daher mehrere Wochen vergehen.
Die Bluetooth-Überarbeitung ist lediglich ein weiterer Baustein der Optimierungen, die Microsoft zuletzt für Windows 11 umgesetzt hat. Schon mit dem September-Update hatte der Software-Riese die Bedienung des Betriebssystems