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Deutsche Post: Briefporto steigt ab 2027, das sind die Details
von Carsten Knobloch
20. Okt. 2026 |
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Die Deutsche Post dreht zum 1. Januar 2027 wieder an den Portopreisen und baut gleichzeitig ihr Produktangebot um. Vorbehaltlich der finalen Genehmigung durch die Bundesnetzagentur wird der klassische Standardbrief ab 2027 dann 1,15 Euro kosten (bisher sind es 95 Cent). Die neuen Briefpreise sollen für zwei Jahre gelten. Grundlage dafür ist der von der Bundesnetzagentur eingeräumte Preiserhöhungsspielraum von 20,35 Prozent.
Auch die anderen nationalen Briefprodukte wie Postkarte, Kompakt-, Groß- und Maxibrief sowie bestimmte Teilleistungen für Geschäftskunden werden teurer. Wer einen Standardbrief ins Ausland verschicken möchte, zahlt ab Januar 2027 künftig 1,45 Euro. Über neue Paketpreise für Privatkunden will das Unternehmen erst zu einem späteren Zeitpunkt informieren. Bei den Paketen für Geschäftskunden zieht das Porto zum Jahreswechsel 2027 ebenfalls an.
Neben den reinen Preisen ändert die Post zum 1. Januar 2027 die Produktstruktur nach dem Motto: Dokumente gehören in den Brief, Waren ins Paket. Briefsendungen dürfen künftig einheitlich bis zu drei Zentimeter hoch sein.
Der Großbrief wird auf drei Zentimeter Höhe und ein Kilogramm Gewicht erweitert. Beim Maxibrief sind künftig bis zu zwei Kilogramm sowie größere Maße erlaubt, während der nationale Maxibrief mit Zusatzentgelt wegfällt.
Für den Warenversand gibt es eine Neuerung beim Päckchen: Ab Januar 2027 sind eine Sendungsverfolgung sowie eine Haftung bis zu 20 Euro automatisch im Preis enthalten. Im gleichen Zug wird das Höchstgewicht für Päckchen allerdings auf ein Kilogramm begrenzt.
Im internationalen Versand wird der Großbrief International auf drei Zentimeter Höhe und ein Kilogramm Gewicht erweitert. Neu hinzu kommt der Midibrief International, der günstiger als der Großbrief ausfällt und für Dokumente bis 500 Gramm gedacht ist.
Für Geschäftskunden gibt es ab Frühjahr 2027 zudem eine weitere Option: Sendungen lassen sich dann direkt an eine Packstation adressieren, ohne dass Empfänger vorher registriert sein oder eine Postnummer angeben müssen. Bis 2030 soll das Netz aus Packstationen, Poststationen und anbieteroffenen Automaten auf rund 50.000 Standorte anwachsen.
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