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Stromanbieter grüüün: Bundesnetzagentur schaltet sich ein
von Carsten Knobloch
20. Okt. 2026 |
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Wir hatten hier direkt über das Aus von grüüün berichtet. Das schlug hohe Wellen. Die Bundesnetzagentur hat nun ein Aufsichtsverfahren gegen die Münch Energie GmbH & Co. KG eingeleitet. Das Unternehmen beliefert Haushaltskunden unter jener Marke grüüün mit Strom und steht nun im Visier der Regulierungsbehörde, weil es das geplante Aus des Geschäfts möglicherweise nicht rechtzeitig gemeldet hat.
Hintergrund der Untersuchung: Münch Energie hatte seine Kunden Anfang Oktober darüber informiert, dass das bundesweite Angebot für Verbraucher zum 31. Oktober 2026 eingestellt wird. Ein entsprechender Hinweis war auch auf der Website des Anbieters zu finden. Das Problem an der Sache ist, dass die erforderliche Meldung an die Bundesnetzagentur bislang offenbar nicht erfolgt ist.
Das Energiewirtschaftsgesetz schreibt klare Regeln vor. Wenn ein Energieversorger seine Tätigkeit beenden möchte, muss diese Absicht spätestens drei Monate vor dem Stichtag bei der Bundesnetzagentur angezeigt werden. Gleichzeitig müssen die Anbieter natürlich auch die vertraglichen Vereinbarungen zur Kündigung gegenüber ihren Kunden sauber einhalten.
Die Behörde prüft aktuell nicht nur den Verstoß gegen diese dreimonatige Meldefrist, sondern nimmt auch die Kundenanschreiben unter die Lupe. Es steht der Verdacht im Raum, dass die verschickten Informationen nicht den strengen Transparenzvorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes entsprechen.
Sollten sich bei der Prüfung systematische Missstände herausstellen, kann die Behörde das Verhalten untersagen. Die Bundesnetzagentur steht nach eigenen Angaben bereits im Austausch mit betroffenen Kunden, dem Versorger und Verbraucherzentralen.
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