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Hardware-Knappheit: Microsoft bittet um Verkauf ungenutzter Xbox-Konsolen
Microsoft bittet Besitzer einer Xbox, ihre Konsole bei Nichtnutzung zu verkaufen. Gleichzeitig wird die Next-Gen-Konsole voraussichtlich einen vierstelligen Betrag kosten, erst Recht, wenn Microsoft auf Subventionen verzichtet. Die Sparte steht damit weiter unter Druck.
In den USA hat der Konzern Mails an Nutzer geschickt, die ihre Konsole länger nicht genutzt haben, berichtet Kotaku. Darin wird ihnen das Angebot gemacht, sie bei BestBuy zu veräußern. Mit dem Konzern pflegt Microsoft eine enge Kooperation.
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don't think I've ever seen anything like this before...XBOX sent me an email encouraging me to sell my console because I haven't used it in awhile"Haven't played on your console in a while? If you've moved on to XBOX on PC or another way to play XBOX games, it may be time to… pic.twitter.com/Ejvs2FEjIa
Das ungewöhnliche Angebot ist im Kontext der aktuellen Hardware-Knappheit zu sehen. Wichtiger noch als eine große Installationsbasis sind für Konzerne aktive Nutzer – und neue Konsolen aktuell am Markt schwer zu bekommen. Hardware wird weiterhin teurer, getrieben von Speicher. Preisaufschläge bei Xbox-Konsolen konnten jedoch nichts daran ändern – die Konsolen sind zumindest in den USA teils schlicht ausverkauft. Am Ende einer Konsolengeneration und kurz vor dem Release eines großen Blockbusters in Form von GTA 6 ist das ein mehrfaches Problem.
Eine Möglichkeit, trotzdem die Profitabilität der Xbox-Sparte zu erhöhen ist also, Xbox-Besitzer in Xbox-Spieler zu verwandeln. Denn Gewinn zu erhöhen war das ausgewiesene Ziel der neuen CEO und der anhaltenden Umstruktierungsmaßnahmen, die unter anderem die Schließung oder Abgabe zahlreicher Studios beinhalten.
Die Knappheit der Xbox ist nur ein Vorbote der Next-Gen-Konsolen. Die kommende Xbox, berichtet Fortune, solle zum Weihnachtsgeschäft 2028 auf den Markt kommen, ein neues Xbox-Handheld im kommenden Jahr. Was die Konsole betrifft, kalkuliere Microsoft aktuell intern mit Kosten von 1.200 bis 1.800 US-Dollar vor möglichen Subventionen. Selbst dann dürfte selbst eine 999-US-Dollar-Xbox aber eher unrealistisch sein oder sich auf ein eher symbolisches Gerät mit geringem Speicher beschränken.
Preise in dieser Höhe deuten darauf hin, dass sich der Gaming-Markt mittelfristig wandeln wird, weg von immer größeren und teuren Grafik-Bockbustern mit immer mehr Leistungsbedarf und hin zu langsameren Wandel in Form längerer Übergänge und einem Fokus auf Design statt Grafik. Ein klar vierstelliger Betrag für eine neue Konsole wird die Verbreitung neuer Modelle tendenziell bremsen.
Die Redaktion dankt den ComputerBase-Lesern „AlexWP“ und „Suspektan“ für den Hinweis zu dieser Meldung!