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Steam Deck 2: 50 Prozent mehr Kerne und RAM im Benchmark
Im Oktober tauchte in einem AMD-Grafiktreiber der Codename „Gainsborough“ auf. Inzwischen finden sich in der OpenBenchmarking-Datenbank Messwerte zu einem anscheinend passenden Entwicklungsmuster mit sechs CPU-Kernen und 24 GB RAM. Ob der Chip tatsächlich für Valves kommenden Handheld vorgesehen ist, bleibt offen.
Schon Anfang Oktober berichteten wir über den bisher unbekannten AMD-Codenamen „Gainsborough“, der im Grafiktreiber Adrenalin 26.9.2 gefunden worden war. Dahinter wird der Prozessor für das Steam Deck 2 vermutet. Jetzt bietet ein Datensatz bei OpenBenchmarking weitere technische Details zu einem unter Umständen dazugehörigen Entwicklungsmuster. Die Tests stammen bereits vom 7. August 2026.
Der unter der Bezeichnung „100-000001930-12_Y“ aufgeführte Prozessor besitzt sechs CPU-Kerne mit zwölf Threads, die laut Datenbank mit 2,4 GHz takten. Als Mainboard kommt das AMD GBR-FF6-SKT zum Einsatz. Die Kurzform GBR findet sich auch in der Kennung des Grafik-BIOS und könnte auf Gainsborough hindeuten.
Das Testsystem besitzt 24 GB LPDDR5-9600, aufgeteilt auf vier Speicherbausteine von SK Hynix mit je 6 GB Kapazität. Gegenüber dem Steam Deck OLED mit vier CPU-Kernen und 16 GB LPDDR5-6400 wäre das sowohl bei der Kernanzahl als auch bei der Speicherkapazität und der theoretischen Speichergeschwindigkeit eine Steigerung um jeweils 50 Prozent.
Auch die Namenswahl spricht für einen Zusammenhang mit Valves Handheld. Aerith Gainsborough ist eine Gestalt aus Final Fantasy VII, deren Vorname bereits als Codename für die APU des ersten Steam Deck genutzt wurde. Die OLED-Version erhielt später mit Sephiroth gleichfalls den Namen einer Figur aus Final Fantasy VII.
Neben den technischen Spezifikationen enthält die Datenbank erste GPU-Benchmarks. Geprüft wurde mit GpuTest 0.7.0 unter Ubuntu 24.04 und einer Entwicklungsversion des Mesa-Grafiktreibers.
Im FurMark erzielt das AMD-Entwicklungsmuster 3.508 Punkte. Ein von VideoCardz verwendetes Ergebnis des Steam Deck OLED kommt auf 3.323 Punkte. Erheblich größer fällt der Unterschied im PixMark Volplosion aus, wo 5.476 gegenüber 3.007 Punkten stehen.
Die Resultate sind jedoch nur bedingt vergleichbar. Während das AMD-Testsystem mit einer Auflösung von 1.024 × 768 Pixeln im Fenstermodus getestet wurde, entstanden die Referenzwerte des Steam Deck OLED bei 1.280 × 800 Pixeln im Vollbildmodus. Das Entwicklungsmuster musste also etwa 23 Prozent weniger Pixel berechnen. Zudem sind weder die der Stromverbrauch noch die Wärmeabfuhr des Systems dokumentiert.
Unklar bleiben auch die GPU-Architektur und die Anzahl der Compute Units. Der angegebene GPU-Takt von 2.400 MHz allein erlaubt keine Bewertung der Grafikleistung.
Valve hatte bereits in der Vergangenheit betont, dass ein Steam Deck 2 einen deutlich größeren Leistungszuwachs bieten müsse. Eine Verbesserung um nur 20, 30 oder 50 Prozent bei gleicher Akkulaufzeit genügt dem Hersteller nicht. Ob AMD mit Gainsborough die dafür nötige Hardware erarbeitet, lässt sich anhand der bislang vorliegenden Benchmark-Ergebnisse noch nicht einschätzen.