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XXL-Bildschirm: Turtle Beach setzt Riesen-Touchscreen auf Gamepad
Riesige Touchscreen-Displays kann Turtle Beach auf Mäuse, Tastaturen und jetzt auch auf Gamepads bauen. Dafür ist der Stealth Ultra II lebender Beweis. Das große LCD bleibt nicht der einzige Trick des Xbox-Pads. Reaktionskurven der Thumbsticks können per Wahlrad am Controller selbst gewechselt werden.
Platz für den Bildschirm schafft Turtle Beach, indem Xbox- und Menütasten verschoben werden. Dadurch entsteht eine große Fläche für den bislang größten Bildschirm auf einem Gamepad. Das Display ermöglicht es, Einstellungen für den Stealth Ultra II ohne Software vorzunehmen. Darüber hinaus können Equalizer-Einstellungen für ein Headset am 3,5-mm-Audioanschluss gewählt werden. Eine „Vollfarbdarstellung“, die Turtle Beach hervorhebt, ist jedoch keine Besonderheit: Farbdisplays sind die Regel, nicht die Ausnahme.
Der technische Unterbau des Stealth Ultra II bleibt derjenige der Masse. Turtle Beach verbaut TMR-Thumbsticks, Microtaster sitzen unter ABXY-Buttons, Zusatztasten, D-Pad und Hair Triggern. Sie sollen fünf Millionen Klicks überstehen. Trigger können hier in zwei Stufen verkürzt werden.
Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, drei Reaktionskurven für die Thumbsticks für jedes der drei integrierten Profile zu konfigurieren und sie für jeden Stick getrennt direkt am Controller selbst auszuwählen. Den schnellen Wechsel ermöglicht ein Schalter im Ring der Thumbsticks, der auf Position 1, 2 oder 3 gedreht wird. Ein per Tastendruck aktivierbarer „Pro-Aim“-Modus reduziert die Empfindlichkeit der Sticks zudem vorübergehend. Er kann über die Swarm-App angepasst werden, die mehr Einstellungsmöglichkeiten als der Touchscreen auf dem Controller bietet.
An anderer Stelle nimmt das Marketing überhand. Zwei Rumble-Motoren bewirbt die Produktseite etwa, was aber im Umkehrschluss auch bedeutet: Kein Rumble in den Triggern. „Extrem reaktionsschnelles Gameplay“ soll der Controller bieten. Den Nutzen von 8.000 Hz einmal außen vor gelassen, steht dieser Modus aber nur per Kabel und nur auf dem PC zur Verfügung, per Funkdongle sind es 1.000 Hz – wieder am PC. An der Konsole bleiben 250 Hz. Ein „geringes Gewicht“ wiederum erscheint vor allem insofern korrekt, als dass die 322 Gramm absolut gesehen wenig sind und etwas weniger als beim Elite-Controller der Xbox. Es gibt allerdings deutlich leichtere Controller, los geht es auch im Luxussegment bei 240 Gramm.
Daten werden auf den üblichen drei Wegen an Endgeräte, den PC, Xbox-Konsolen, Androit-Geräte und „unterstützte Smart-TVs“, übertragen. Die Laufzeit liegt bei 12 Stunden, im Energiesparmodus maximal bei 34 Stunden. Was diesen ausmacht, erläutert Turtle Beach nicht, logisch wäre, dass Display und Beleuchtung deaktiviert und die Polling Rate reduziert wird. Geladen wird der Stealth Ultra II in einer Ladestation, die per Pass-Through-Port auch den Funkempfänger beherbergt.
Der Stealth Ultra II kann über die Turtle-Beach-Webseite zur Preisempfehlung von rund 200 Euro vorbestellt werden. Damit bewegt er sich klar im Luxus-Segment. Versendet werden sollen die ersten Controller nach Unternehmensangaben ab dem 12. November 2026.