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Deutschlandticket: Tarif für Gelegenheitsfahrer kommt vorerst nicht
von Carsten Knobloch
22. Okt. 2026 |
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Wer gehofft hatte, bald auch ohne monatliches Abo flexibel und gedeckelt den Nahverkehr in ganz Deutschland nutzen zu können, muss sich weiter gedulden. Das sogenannte Deutschlandticket light ist bei der aktuellen Verkehrsministerkonferenz vorerst von der Tagesordnung geflogen. Ein entsprechender Antrag für einen bundesweiten elektronischen Gelegenheitstarif wurde per Mehrheitsbeschluss gekippt, offiziell weil er zu kurzfristig eingereicht worden sei.
Die Idee hinter dem Vorstoß, den die Verkehrsminister aus Hamburg und Nordrhein-Westfalen eingebracht hatten, klang für Gelegenheitsfahrer durchaus charmant: Statt eines festen Monatsabos sollten Fahrgäste einfach per Smartphone-App in Bus und Bahn ein- und auschecken. Die Kosten der Einzelfahrten würden über den Monat hinweg addiert. Der Clou dabei: Die Gesamtsumme sollte bei maximal 63 Euro gedeckelt sein, also dem aktuellen Monatspreis des regulären Deutschlandtickets. Wer weniger fährt, zahlt weniger, wer viel unterwegs ist, zahlt nie mehr als den Abo-Preis.
Dass der Vorschlag nun erst einmal vom Tisch ist, liegt vor allem am Geld, weiß der BR zu berichten. Bayerns Verkehrsminister, der aktuell den Vorsitz der Konferenz innehat, stellte bereits im Vorfeld klar, dass für solche Pläne schlicht die Mittel fehlen. Schon jetzt gebe es Finanzierungslücken bei der Bestellung von Regionalzügen und man kämpfe um mehr Geld vom Bund. In so einer Lage könne man nicht über Leistungsausweitungen sprechen. Immerhin, es gibt ja schon Verbände, die eine Art Deckelung haben.
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