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Vom Amiga-Studio zum Rockstar-Imperium: Der lange Weg zu „GTA 3“
Vor 25 Jahren veröffentlicht Rockstar Games „Grand Theft Auto III“. Es wird der Durchbruch für eine Serie, die sich seitdem fast 500 Millionen Mal verkauft hat.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Was sind die drei wichtigsten Spiele unseres Jahrhunderts? Auf jeden Fall „Minecraft“, der Kreativ-Sandkasten für gemeinsames Bauen und Spielen. Dazu ist es das meistverkaufte Spiel überhaupt (wenn man „Tetris“ in seinen unzähligen Varianten in 40 Jahren übersieht). Sicher gehört auch „World of Warcraft“ dazu, der Vorreiter für leicht zugängliche Online-Rollenspiele mit seiner riesigen Welt und unendlichen Möglichkeiten, gemeinsam Abenteuer zu erleben. Und zuletzt „Grand Theft Auto III“: Mit seiner lebendigen 3D-Welt, die man frei zu Fuß oder per Fahrzeug erkunden kann, begründet es das moderne Open-World-Spiel.
Schauplatz ist Liberty City, das an New York erinnert. Eine riesige, authentisch wirkende Stadt, mit unzähligen Straßen und Plätzen, mit Fahrzeugen und Passanten. Ampeln leuchten, Blätter fegen über den Boden. „Grand Theft Auto“ heißt „schwerer Autodiebstahl“: Jedes Fahrzeug, das irgendwo fährt oder steht, lässt sich stehlen. Man kann durch Parks brettern und vor der Polizei fliehen. Dass sich kaum ein Gebäude betreten lässt, weil alles nur Fassade ist – geschenkt. Und dass die Polizisten im Spiel nicht die Schlauesten sind, kann man sich für Streiche zunutze machen.
Und überall finden sich Gags. So sieht man mehrfach das gelbe Rockstar-Logo, etwa an dem Helikopter auf dem Dach des Casinos oder auf riesigen Plakaten. Es gibt Plakate für den Film „Badfellas“ (statt „Goodfellas“) oder für „Rats“ (statt „Cats“). Im Internetcafé auf Staunton Island sieht man auf einigen Bildschirmen die früheren „GTA“-Spiele.
Zur pulsierenden Atmosphäre trägt das Autoradio bei. Steigt man in ein Fahrzeug, läuft einer von neun wählbaren Sendern. Mit Moderation und Musik. Manche Lieder werden extra für das Spiel produziert, andere werden lizenziert. Besonders putzig sind die Werbespots. So wird für einen Onlineshop für Haustiere geworben: PetsOvernight.com. Damals wird sogar die passende Website entwickelt.
Berühmt-berüchtigt: der Panzer, den man sich per Cheat-Code herbeizaubern kann. Spaß-Cheats nehmen in „GTA 3“ ihren Anfang und werden mit den Fortsetzungen ausgebaut. Man kann das Wetter verändern, einen Aufruhr unter den Passanten verursachen und alle Fahrzeuge in der Umgebung explodieren lassen. Liberty City ist nicht nur eine lebendige Welt, in der man viel entdeckt. Sondern auch eine, in der man viel Unfug anstellen kann.
Aber auch Gutes: Wer in ein Taxi, einen Krankenwagen, ein Polizeifahrzeug oder ein Feuerwehrauto steigt, kann es seiner Bestimmung gemäß benutzen – Passagiere transportieren oder Brände löschen. „GTA III“ greift zahlreiche Klischees auf und zeichnet damit ein leicht satirisches Spiegelbild der Gesellschaft. Es verbindet Gangsterfilm, Großstadtkultur und schwarzen Humor zu einer Welt, in der scheinbar alles möglich ist – solange man bereit ist, moralische Grenzen zu überschreiten.
„Grand Theft Auto 3“ sollte am 3. Oktober 2001 erscheinen. Aber der Anschlag auf das World Trade Center am 11. September führte zu einer Verschiebung um knapp drei Wochen auf den 22. Oktober 2001. Einerseits ist die Arbeit im New Yorker Büro beeinträchtigt. Andererseits nimmt das Studio einige Veränderungen am Spiel selbst vor. So erhalten die Polizeiwagen eine andere Farbe, die weniger an die New Yorker erinnert. Die Bahn eines Flugzeugs wird geändert, eine Terroristenmission wird entfernt. Und es werden einige Dialoge und das Cover geändert.
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