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Qualcomm plant im November offenbar weltweit leistungsorientierte Kündigungen
Der Chiphersteller hat die Mitarbeiter diese Woche über anstehende Stellenstreichungen informiert, heißt es. Über das Ausmaß ist bislang nichts bekannt.
Qualcomm-CEO Cristiano Amon hat seine Mitarbeiter Anfang dieser Woche darüber informiert, dass das Unternehmen nächsten Monat Stellen streichen wird. Das entsprechende Memo liegt Reuters vor. Bei den Kündigungen soll es sich demnach um "leistungsorientierte Reduzierungen" handeln. Bislang ist allerdings unklar, wie viele Mitarbeiter der zuletzt 52.000 umfassenden Belegschaft betroffen sind. Die betreffenden Personen sollen im November entsprechend unterrichtet werden.
Wie andere Unternehmen der Hardware-Branche leidet auch Qualcomm als einer der größten Chiplieferanten für Mobilgeräte unter der durch die Speicherkrise ausgelösten Preiserhöhungen und der damit sinkenden Nachfrage. Zuletzt sind die weltweiten Lieferzahlen von Smartphones auf den Wert von 2012 gesunken. Im dritten Quartal wurden weltweit 20 Prozent weniger Geräte ausgeliefert als ein Jahr zuvor, so wenig wie zuletzt vor 14 Jahren. Aber auch der Chiphersteller trägt einen Teil dazu bei. So plant Qualcomm eigene Preiserhöhungen, die eine Vielzahl von Geräten weiter verteuern könnten.
Nun setzt Qualcomm selbst den Rotstift an. In dem Rundschreiben an die Mitarbeiter erklärt der Chef, die Maßnahmen würden „eine stärkere Leistungskultur“ fördern und Situationen adressieren, in denen das Unternehmen „durchweg hinter den Erwartungen zurückgeblieben“ ist, schreibt Reuters. Welche und wie viele Stellen wegfallen sollen, verschwieg Amon in diesem Memo und Qualcomm hat auch auf Nachfrage dazu keine Stellung bezogen.
Der Qualcomm-CEO grenzte die Stellenkürzungen auch kaum ein, aber erklärte, sie würden geschäftlichen Prioritäten und organisatorischen Anforderungen folgen sowie anhand der Fähigkeiten und Fachwissen der Mitarbeiter entschieden. „Mit der Ausweitung unseres Geschäfts haben sich auch die von uns benötigten Kompetenzen und Fähigkeiten erweitert“, schreibt Amon. „Wir müssen die richtigen Personen in den richtigen Rollen haben, damit sie ihre bestmögliche Leistung erbringen können und das Unternehmen weiterhin erfolgreich sein kann.“
In den letzten Jahren hat Qualcomm neben Smartphone-Chips, seiner ursprünglichen Expertise, auch Chips für andere Mobilgeräte wie Smartwatches und Notebooks entwickelt. Zudem bietet das Unternehmen aus dem kalifornischen San Diego mittlerweile auch Server-Prozessoren für KI-Rechenzentren an, ein zuletzt boomender Markt. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet Qualcomm nach eigenen Angaben, dass der Großteil der Umsätze aus anderen Geschäftsbereichen als Smartphones erzielt wird.
Doch Anleger zeigen sich skeptisch. Der Aktienkurs ist dieses Jahr kaum nennenswert gestiegen, obwohl der US-amerikanische Aktienindex S&P 500 (Standard & Poor’s 500), der die Kursentwicklung von 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen abbildet, 2026 um mehr als 12 Prozent geklettert ist. Im Laufe dieser Woche hat die Qualcomm-Aktie um rund 3 Prozent nachgegeben.
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