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Ferrari - Baut das erste Mal ein Boot: »Hypersail« ist eine 30 Meter lange Yacht, die übers Wasser fliegt
Der Hauptteil der Yacht soll während der Fahrt über dem Wasser schweben.
(Bildquelle: Ferrari)
Wie bringt man eine 30 Meter lange Hightech-Yacht dazu, sich über den Ozean zu erheben und das allein mit der Kraft des Windes? Ferrari arbeitet an einer Antwort.
Wie der Autobauer mitteilt, wurde in einer Werft im italienischen Pisa nun der Rumpf der »Hypersail« fertiggestellt – der ersten Segelyacht in der Firmengeschichte.
Statt eines klassischen Antriebsmotors setzt das Projekt auf Windkraft, Solarenergie und eine ausgeklügelte Steuerungssoftware, die das Boot mithilfe spezieller Unterwassertragflächen aus dem Wasser hebt und über die Wellen schweben lässt.
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Damit die 30 Meter lange Yacht nicht nur durchs Wasser gleitet, sondern sich bei ausreichender Geschwindigkeit weitgehend daraus erhebt, setzt Ferrari auf das Prinzip des Foilings. Unterhalb der Wasserlinie sitzen spezielle Tragflächen, sogenannte Foils. Ähnlich wie Flugzeugflügel erzeugen sie Auftrieb – allerdings im Wasser statt in der Luft.
Sobald die Yacht genügend Fahrt aufgenommen hat, heben die Foils den Rumpf aus dem Wasser. Dadurch verringert sich die Fläche des Rumpfs, die mit Wasser in Berührung kommt, und damit auch der Strömungswiderstand. Neben den seitlichen Tragflächen spielen zwei weitere Bauteile eine wichtige Rolle: der Kiel und das Ruder.
Der Kiel ist mit einer eigenen Tragfläche samt beweglicher Klappe ausgestattet, während auch das Ruder über eine zusätzliche Steuerfläche verfügt. Zusammen bilden die drei Elemente ein System, das Auftrieb erzeugt und die Lage der Yacht stabilisiert.
Damit die Hypersail auch bei wechselnden Wind- und Wellenbedingungen möglichst stabil über dem Wasser bleibt, setzt Ferrari auf eine weitere Kompetenz aus dem Automobilbau: das elektronische Steuerungssystem »Flight Control«.
Sensoren an Bord erfassen den Bewegungszustand der Yacht und relevante Umgebungsdaten. Ein Bordrechner wertet die Messwerte aus und berechnet die erforderlichen Korrekturen. Über elektrische und hydraulische Stellmechanismen werden die beweglichen Klappen an Foils, Kiel und Ruder angepasst.