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Agama 25 und Myrlyn 1.1 kommen Anwendern entgegen
Die vor allem unter Suse-Distributionen genutzte Softwareverwaltung Myrlyn und der Installationsassistent Agama liegen in neuen Versionen vor. Während Agama 25 vor allem Nutzerwünsche umsetzt, schraubt Myrlyn 1.1 leicht an der Optik.
Agama 25 erlaubt jetzt Nutzern am unteren Rand ein Terminal zu öffnen. Wer ein solches während der Installation benötigt, muss folglich nicht mehr komplett auf eines der virtuellen (Vollbild-)Terminals umschalten. Darüber hinaus können Anwender die Installation abbrechen und dann wahlweise das System neu starten oder herunterfahren. Diese Option steht allerdings nicht mehr bereit, sobald Agama einmal Änderungen am System vornimmt.
Bei der Netzwerkkonfiguration von Bonds und Bridges musste man bislang die entsprechenden Schnittstellen beziehungsweise Ports manuell in ein Textfeld eintragen. Vor allem um Tippfehler zu vermeiden, haben die Agama-Entwickler dem Feld deutlich mehr Intelligenz verpasst. Zunächst stellt eine Liste alle im System gefundenen Geräte zur Auswahl. Jede Eingabe schränkt die Auswahl passend ein. Nach wie vor darf man den Gerätenamen auch komplett selbst eintippen. Das ist beispielsweise dann notwendig, wenn das Gerät zum Zeitpunkt der Installation noch nicht im System steckt.
Der Installationsassistent bietet seine Dienste über eine HTTP-Schnittstelle gemäß OpenAPI-Standard an. Die dazugehörenden URLs sind jetzt stabilisiert und besser in der Dokumentation beschrieben. Letzteres gilt auch für die JSON-Schemata, mit denen Agama seine Konfigurations- und Profil-Dateien validiert.
Agama nutzte zu Beginn verschiedene bestehende YaST-Pakete. Diese Abhängigkeiten versuchen die Agama-Entwickler derzeit zu reduzieren. Des Weiteren soll der Installationsassistent mittelfristig in Tumbleweed, Slowroll und Leap 16.2 einziehen. Mit dem Tumbleweed-Team arbeiten die Agama-Entwickler bereits zusammen, ein Datum für den Tausch des Installationsassistenten steht aber noch nicht fest.
Die Softwareverwaltung in YaST löst langsam das schlankere Tool Myrlyn ab. Dessen Version 1.1.0 weist jetzt am Ende der Installation auf einen eventuell notwendigen Neustart hin. Dieser Hinweis erscheint selbst dann, wenn kein Paket zur Installation ausgewählt wurde. Myrlyn orientiert sich dabei an „/run/reboot-needed“.
Darüber hinaus kann man jetzt mit einem Mausklick alle angezeigten Pakete als „geschützt“ markieren beziehungsweise diesen Status wieder aufheben. Hilfreich ist das vor allem dann, wenn ein externes Repository wie das Treiberarchiv von Nvidia (mal wieder) in einen inkonsistenten Zustand gerät. Es genügen dann zwei Klicks, um erst einmal alle Pakete aus dem Repository von weiteren Updates auszuschließen.
Die Darstellung verbessert Myrlyn 1.1.0 gleich an mehreren Stellen. So macht der Dark Mode optisch schlankeren Fuß, während das Register mit allen Versionen eines Pakets seine Angaben akkurater in einer Tabelle sortiert. Die Repository-Ansicht kennt schließlich noch zwei neue Secondary Filter, die alle installierten beziehungsweise alle nicht installierten Pakete umfassen.
Die schlanke Server-Distribution DietPi umfasst ein neues Werkzeug, mit dem sich VPN-Verbindungen über das WireGuard-Protokoll recht einfach verwalten und einrichten lassen. Bestehende Anwender sollten zudem einen Blick auf „dietpi-software“ werfen.
Linux 7.3 setzt die Liste der Rekorde aus vorangegangenen Versionen fort. Zum ersten Mal wurden mehr als 20 000 Commits integriert - viele davon offenbar mit KI-Hilfe erstellt.