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Nintendos Miyamoto hält KI für große Chance: Sie lehrt uns, was wirklich zählt
Während viele die Risiken betonen, sieht Shigeru Miyamoto künstliche Intelligenz als natürliches Werkzeug, das uns kleine Arbeiten abnimmt.
Künstliche Intelligenz ist ein kontroverses Thema. Die Technologie bringt viele Risiken mit sich, aber auch einige Chancen. Die Kritik ist in meiner Wahrnehmung deutlich lauter. Hin und wieder gibt es aber auch Entwickler, die die positiven Aspekte der künstlichen Intelligenz hervorheben. Diesmal meldet sich Shigeru Miyamoto zu Wort. Für ihn gibt es einen ganz entscheidenden Vorteil bei der Nutzung von KI.
Miyamoto betrachtet künstliche Intelligenz erstaunlich positiv und hält es für eine ganz natürliche Entwicklung der Technologie.
"Unsere Generation hat eine Zeit rasanter Computerentwicklung erlebt – eine Ära, in der sich Werkzeuge ständig weiterentwickelten, etwa der Übergang von der Schreibmaschine zur Textverarbeitung", sagt er in einer Pressekonferenz, über die GameWatch berichtete.
Er erklärt seinen Punkt mit einem Vergleich. Dafür nutzt er das Bild einer Ausbildung im Mediendesign, bei der man ja unter anderem Schriftzüge gestaltet.
Shigeru Miyamoto prägte die Videospielgeschichte maßgeblich. Er gilt als historischer Schöpfer von wegweisenden Nintendo-Marken wie Super Mario, The Legend of Zelda und Donkey Kong, die den Grundstein für den anhaltenden kulturellen und finanziellen Erfolg des Unternehmens legten.
"Früher lernten Designer beispielsweise in der Ausbildung, wie man schöne Schriftzüge für Plakate entwirft; allein diese Fähigkeit reichte aus, um sich ‚Designer‘ nennen zu dürfen. Alternativ konnte man auch einfach ein Design, das im Ausland gerade im Trend lag, aufgreifen, ihm einen ‚japanischen Touch‘ verleihen – und schon galt man als Designer."
Immer mehr Technologien stießen danach hinzu. Immer mehr kleine Arbeiten wurden vereinfacht oder ganz abgenommen. Dadurch treten die individuellen Fähigkeiten des Designers am Ende viel deutlicher hervor. Es geht viel mehr um das, was der Mensch am Ende erschafft, welche Arbeitsschritte ihn trotz neuer Technologie unersetzbar machen.
Bei künstlicher Intelligenz sei es ähnlich. Er versteht jedoch auch, dass all diese kleinen Aufgaben, die uns die Technologie abnimmt, auch ihren Reiz haben können. Doch eine lange Arbeitsdauer oder ein hoher Arbeitsaufwand würden am Ende nicht automatisch zu einem guten Produkt führen.
"Der Akt des Erschaffens ist zwar an sich befriedigend, aber es gibt ein Risiko: Man könnte Befriedigung in der Arbeit selbst finden und irrtümlich glauben, man habe ein qualitativ hochwertiges Werk geschaffen."