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Shigeru Miyamoto deutet mögliche Rückkehr zu neuen Spielen an
Shigeru Miyamoto konzentriert sich derzeit auf Filme und will Nintendos Marken auch abseits der Spiele erfolgreich machen. Eine Rückkehr zur Spieleentwicklung schließt er jedoch nicht aus. Dabei denkt er über ein Projekt nach, das selbst Nintendo-Mitarbeiter überraschen könnte.
Shigeru Miyamoto hat in seiner langen Karriere die Videospielwelt mit Figuren wie Mario, Link, Donkey Kong, Yoshi und Fox McCloud nachhaltig geprägt. Inzwischen richtet sich der Fokus des Nintendo-Urgesteins jedoch zunehmend auf Filmprojekte und die Weiterentwicklung bekannter Marken außerhalb der Spielebranche. Ein vollständiger Abschied von der Spieleentwicklung scheint für den 73-Jährigen dennoch nicht bevorzustehen. In einem neuen Interview deutet Miyamoto an, dass er sich eine Rückkehr zur Entwicklung eines Spiels durchaus vorstellen kann.
Anlass für das Gespräch mit dem japanischen Magazin Denfaminicogamer war die Verleihung des japanischen Ordens der Kultur an den langjährigen Nintendo-Kreativkopf. Dabei sprach Miyamoto unter anderem über seine aktuellen Vorhaben und darüber, welche kreativen Herausforderungen ihn in Zukunft reizen könnten.
Aktuell beschäftigt sich Miyamoto intensiv mit dem Filmemachen. Dabei arbeitet er mit erfahrenen Fachleuten aus der Filmbranche zusammen und möchte herausfinden, welche Möglichkeiten sich ihm in diesem Bereich eröffnen. Gleichzeitig scheint ihn die Frage zu beschäftigen, wie weit er seine eigenen Ideen unabhängig von den gewohnten Strukturen umsetzen kann.
Im Interview erklärte er: „Im Moment bin ich ganz in das Filmemachen vertieft und arbeite mit Profis zusammen, aber ich möchte auch sehen, wie weit ich es auf eigene Faust schaffen kann.“
Nintendo hat in den vergangenen Jahren verstärkt daran gearbeitet, seine bekannten Marken auch außerhalb von Konsolen und Videospielen einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Vor allem die Mario-Filme waren ein großer Erfolg und zeigen, dass Nintendo-Charaktere auch auf der Kinoleinwand ein Millionenpublikum erreichen können.
Trotz seiner aktuellen Ausrichtung möchte Miyamoto die Spieleentwicklung offenbar nicht endgültig hinter sich lassen. Vielmehr scheint er offen dafür zu sein, bei entsprechender Motivation erneut an einem Spiel zu arbeiten. Konkrete Projekte oder einen möglichen Zeitplan nannte er allerdings nicht.
„Und dabei werde ich vielleicht mal wieder versuchen, so etwas wie ein Spiel zu entwickeln“, sagte Miyamoto im Gespräch.
Ob daraus tatsächlich ein konkretes Projekt entsteht, bleibt vorerst offen.
Besonders interessant ist Miyamotos Überlegung, künftig neue kreative Wege einzuschlagen. Miyamoto beschrieb, dass die Entwicklung digitaler Medien die Arbeit zwar komplexer gemacht habe, bestimmte Prozesse inzwischen aber auch schneller ablaufen könnten. Solange seine Motivation anhalte, wolle er verschiedene Dinge ausprobieren:
„Ich überlege, etwas zu machen, was wir bei Nintendo normalerweise nicht tun, und die Mitarbeiter zu überraschen“, erklärte er.